Zwei neue Opfer der Sparpolitik
Berlin streicht Zuschüsse für den Sport

Der Standort Berlin steht sowohl für das Deutsche Olympische Institut (DOI) wie auch für die Führungsakademie des deutschen Sports vor dem Aus.

dpa BERLIN. Im Zuge der rigorosen Sparbeschlüsse des Berliner Senats wurden die öffentlichen Zuschüsse für beide Einrichtungen in Höhe von fast 500 000 Euro durch den Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses ab 2003 gestrichen. Nachdem die Kürzungen für die zweite Lesung der Vorhaben am Mittwoch nicht mehr auf der Tagesordnung stehen, gilt der Vollzug der Streichung der Zuschüsse als perfekt.

Für die seit 22 Jahren existierende Führungsakademie des Deutschen Sportbundes (DSB) hatte Berlin noch 2001 knapp 400 000 Euro bereitgestellt, für das DOI als Einrichtung des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) rund 110 000 Euro. Mit den Streichungen steht der Umzug beider Einrichtungen aus der Hauptstadt in ein anderes Bundesland auf der Tagesordnung. Manfred von Richthofen, der Präsident des DSB, hatte zuvor bereits erklärt, dass andere Bundesländer Interesse daran hätten, der Akademie eine neue Heimstatt zu geben.

Die DSB-Bildungs- und Management-Einrichtung, die über einen Gesamtetat von etwa einer Million Euro verfügt, wird zu gleichen Teilen von 40 Prozent vom DSB und von Berlin finanziert, der Bund beteiligt sich mit 20 Prozent. "Am grundsätzlichen Fortbestand der Einrichtung gibt es keinen Zweifel", erklärte von Richthofen.

Der Berliner Landessportbund-Präsident, Peter Hanisch, kritisierte im Zusammenhang mit der Streichung öffentlicher Zuschüsse für beide Einrichtungen die Missachtung früherer Vereinbarungen durch den Senat. "Anderswo in Deutschland reiben sich die Stadtväter die Hände. Vom Wegzug der beiden Institutionen profitieren alle, die als Bewerber um Großveranstaltungen eine Berliner Konkurrenz nun nicht mehr fürchten müssen", sagte Hanisch in der "Berliner Morgenpost".

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