Zwei palästinensische Polizisten getötet
Israelische Armee stürmt Hebron

Die israelische Armee hat in der Nacht zum Dienstag das Hauptquartier der palästinensischen Autonomieverwaltung in Hebron gestürmt. Nach palästinensischen Angaben wurden bei einem darauf folgenden Feuergefecht zwei palästinensische Polizisten getötet.

WiWo/ap HEBRON. Die Streitkräfte haben damit auch die siebte der acht größeren autonomen Städte im Westjordanland besetzt. Lediglich in Jericho marschierten vorerst noch keine Truppen ein.

Die Armee verhängte ein Ausgehverbot über Hebron. In einer Erklärung hieß es, es sei eine große Anzahl mutmaßlicher Terroristen festgenommen worden. Der Zerschlagung ihrer Infrastruktur diene die Militäraktion. Auch sei eine Fabrik zur Herstellung von Sprengstoff entdeckt worden. Wie es weiter hieß, wurden auch in der Ortschaft Beit Fadschar bei Bethlehem elf Terrorverdächtige festgenommen. Ferner sei ein Palästinenser am israelischen Grenzübergang Karni zum Gazastreifen erschossen worden, nachdem er Granaten auf die Soldaten geworfen habe.

Das örtliche Hauptquartier der palästinensischen Autonomieregierung befindet sich in einem festungsähnlichen Gebäude, das die britische Mandatsverwaltung in den 40er Jahren zu ihrem Amtssitz gemacht hatte. Das Gebäude wurde von Soldaten gründlich durchsucht, wobei es den palästinensischen Angaben zufolge zu Schusswechseln kam.

Israel hat seine Militäroperationen in den palästinensischen Autonomiegebieten in den letzten Tagen entschieden ausgeweitet. Die jüngsten Zwischenfälle ereigneten sich kurze Zeit, nachdem US-Präsident George W. Bush in einer Rede zum Nahost-Konflikt sein Konzept zur stufenweisen Errichtung eines palästinensischen Staates erläutert hatte. Dabei forderte er eine Ablösung des palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat, ohne diesen allerdings direkt beim Namen zu nennen.

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