Zwei Prozent Minus zum Handelsschluss
Nortel-Ausblick belastet auch Börse Tokio

Der schwache Ausblick des kanadischen Telekom-Ausrüsters Nortel hat am Donnerstag auch die Tokioter Börse belastet.

Reuters TOKIO. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index, der zeitweise rund zwei Prozent verlor, schloss mit einem Minus von 1,5 Prozent auf 9620,14 Punkte.

"Es ist der Nortel-Schock, und das einen Tag nachdem der Intel-Schock Sorgen über die Gewinne der Hochtechnologiefirmen im laufenden Quartal erzeugt hat", sagte Analyst Masayoshi Yano von Tokai Tokyo Securities. Nortel hatte am Vortag seine Umsatzprognose gesenkt und weitere tiefgreifende Stellenstreichungen angekündigt. Einen Tag zuvor hatte der weltgrößte Chipkonzern Intel mit seiner schwachen Prognose für die Computerbranche bereits die Technologiewerte weltweit auf Talfahrt geschickt.

Nortel und der Yen hätten dazu geführt, dass auch in Tokio bei den Aktien von Kyocera Corp und anderen Technologiewerten auf den Verkaufsknopf gedrückt worden sei. Der Hersteller von Mobiltelefon und elektronischen Komponenten Kyocera sackte 3,16 Prozent auf 8270 Yen ab.

"Es stellt sich mehr und mehr heraus, dass die Rally, die wir in der vergangenen Woche bis am Montag erlebt haben, überwiegend technischer Natur war und dass sich am aktuellen Abwärtstrend nichts geändert hat", sagte Koichi Ogawa, Portfoliomanager bei Daiwa SB Investments.

Furukawa Electric , der weltweit zweitgrösste Hersteller von Glasfasern, büsste als Folge des "Nortel-Schocks" 3,8 Prozent ein auf 329 Yen.

Softbank gaben gut sieben Prozent nach auf 1206 Yen, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, es habe 30 Millionen Aktien in Yahoo verkauft, um Liquidität für den Geschäftsbetrieb zu generieren. Der Markt habe dies als Zeichen eine finanziellen Schwäche des Unternehmens interpretiert, sagte ein Händler.

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