Zwei Tore nicht gegeben
Kroatien reißt Italien aus allen Träumen

Kroatien hat bei der Fußball- Weltmeisterschaft Italien aus allen Träumen gerissen und besitzt plötzlich selbst beste Chancen auf den Einzug ins Achtelfinale.

dpa IBARAKI/JAPAN. Der WM-Dritte von 1998 schlug am Samstag in Ibaraki überraschend den Turnierfavoriten mit 2:1 (0:0). Durch einen Doppelschlag von Ivica Orlic (73.) und Milan Rapaic (76.) schafften die Kroaten noch die Wende. Christian Vieri (55.) hatte die Italiener mit seinem dritten Turniertreffer in Führung gebracht.

Die "Azzurri" haderten allerdings, weil ihnen Schiedsrichter Graham Poll zwei Tore durch Vieri (50.) und Filippo Inzaghi (90.) aus unerfindlichen Gründen verwehrte. Somit fällt die Entscheidung in der Gruppe G nun am Donnerstag, wenn die Italiener (3 Punkte) auf Mexiko (3) und die Kroaten (3) auf Ecuador treffen.

Kroatiens Trainer Mirko Jozic hatte auf die 0:1-Blamage zum Auftakt gegen Mexiko reagiert und ließ Davor Suker und Robert Prosinecki auf der Bank. Die Maßnahmen zahlten sich aus. Die Abwehr stand sicher. Der Berliner Josip Simunic meldete Vieri zunächst ab, Stjepan Tomas schaltete den Regisseur Franceso Totti aus.

Nach 20 Minuten fanden die Kroaten auch den Weg nach vorn. Vor allem die für Suker und Prosinecki in die Mannschaft gerückten Rapaic und Davor Vugrinec sorgten für Wirbel. Der Stuttgarter Zvonimir Soldo (25.) verzog aus 16 m nur knapp. Eine Minute später scheiterte Vugrinec an Torwart Gianluigi Buffon und Marco Materazzi, der den Ball vor von der Linie schoss.

Auch nach der Pause taten sich die pomadig spielenden Italiener schwer, hatten aber die bis dahin beste Chance in der 50. Minute. Doch das Kopfball-Tor von Vieri wurde wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannt. Fünf Minuten später war dann Vieri endlich am Ziel: Nach einer Flanke von Doni setzte er sich gegen Simunic durch und traf mit dem Kopf.

Die Kroaten schienen zunächst geschockt zu sein. Doch nach zehn Minuten mobilisierten noch einmal ihre Kräfte und hatten Erfolg: In der 73. Minute nutzte der eingewechselte Olic eine Verwirrung in der italienischen Deckung, drei Minuten später krönte Rapaic seine starke Leistung mit dem Siegtreffer. In der hektischen Schlussphase traf Totti (87.) mit einem Freistoß nur den Pfosten. Inzaghis Ausgleichstor in der Nachspielzeit wurde wegen vermeintlichen Foulspiels nicht anerkannt.

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