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Zwei Tote und 36 Verletzte bei Anschlag in Grosny

Bei einem Bombenanschlag von Selbstmordattentätern in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny sind am Freitag die beiden Attentäter ums Leben gekommen und mindestens 36 weitere Menschen verletzt worden.

HB/dpa MOSKAU. Die Selbstmordattentäter waren in einem mit Sprengstoff beladenen Lastwagen ins Regierungsviertel der Hauptstadt der russischen Kaukasus-Republik vorgedrungen. Wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete, riss die Explosion einen rund vier Meter tiefen Krater und zerstörte das Gebäude des Justizministeriums.

Auch eine nahe gelegene Klinik wurde von der Explosion beschädigt. Dort wurden 17 Angestellte verletzt, teilte der dortige Chefarzt Abdula Ismailow mit. "Unter den Schwerverletzten ist auch ein drei Monate altes Mädchen", sagte er. Die Zivilschutzbehörden Grosnys gaben die Zahl der Verletzten mit 36 an.

Am Explosionsort entdeckte die Polizei am Abend (Ortszeit) die Überreste sowie Ausweise der Selbstmordattentäter - eines Mannes und einer Frau. Nach Meinung der Ermittler war der Sprengstoff, vermutlich wegen des schlechten Straßenzustandes, vorzeitig detoniert.

Es ist bereits der dritte Angriff von Selbstmordattentätern auf Regierungs- und Verwaltungsgebäude in Tschetschenien innerhalb eines halben Jahres. Am 27. Dezember starben 72 Menschen bei der Explosion einer Bombe vor dem Regierungsgebäude in Grosny. Am 12. Mai zündeten Selbstmordattentäter in Snamenskoje einen mit Sprengstoff gefüllten Lastwagen vor dem Gebäude des Inlandsgeheimdienstes FSB. Dabei starben 60 Menschen.

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