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Zwei US-Kabelfernseh-Unternehmer der Verschwörung schuldigDPA-Datum: 2004-07-09 07:51:29

New York (dpa) - Eine Jury in New York hat am Donnerstag John Rigas (79) und seinen Sohn Timothy der Verschwörung und des Wertpapierbetrugs für schuldig befunden. John Rigas ist der Gründer der fünftgrößten Kabelfernsehsystem-Betreibers Adelphia Communications Corporation.

New York (dpa) - Eine Jury in New York hat am Donnerstag John Rigas (79) und seinen Sohn Timothy der Verschwörung und des Wertpapierbetrugs für schuldig befunden. John Rigas ist der Gründer der fünftgrößten Kabelfernsehsystem Adelphia Communications Corporation. -Betreibers

Dies hat die amerikanische Wirtschaftsagentur «Bloomberg» berichtet. Sie sollen Adelphia geplündert haben, um ihren aufwendigen Lebensstil zu finanzieren. Sie hatten über die Finanzlage des Unternehmens gelogen, bevor Adelphia ein Insolvenzverfahren anmelden musste.

Michael Rigas, ein anderer mitangeklagter Sohn von John Rigas, wurde in Sachen Verschwörung nicht schuldig befunden. Die Geschworenen konnten sich im Hinblick auf den Wertpapierbetrugs-Vorwurf und andere Anschuldigungen gegen Michael Rigas nicht einigen. Michael Mulcahey, ein früherer Mitarbeiter der Adelphia-Bilanzabteilung, wurde in allen Punkten für nicht schuldig befunden.

Das Verfahren hatte mehrere Monate gedauert. Die Jury hatte acht Tage lang beraten. Die Rigas-Familienmitglieder hatten Adelphia nach Darstellung der Staatsanwaltschaft wie einen privaten Geldautomaten benutzt. Sie hatten sich Barzuschüsse von 50 Millionen Dollar von der Firma geben lassen. Sie hatten Wertpapiere von 1,6 Milliarden Dollar gekauft. Sie hatten sich 252 Millionen Dollar geliehen, um fällige Wertpapierkredite zurückzuzahlen. John Rigas soll monatlich eine Million Dollar in bar bezogen haben. Er verwendete Firmengelder zum Kauf von 17 Autos und von Antiquitäten im Wert von einer halben Million Dollar sowie zum Erwerb von Forstwirtschaftsrechten in der Nähe seiner Farm, wofür 25 Millionen Dollar aufgewendet wurden.

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