Zwei US-Stützpunkte in Afghanistan beschossen
US-Einmarsch in Khost

Nach den Kämpfen im Osten Afghanistans und Raketenangriffen auf zwei US-Stützpunkte sind US-Truppen in Khost einmarschiert.

Reuters/dpa BAGRAM/ISLAMABAD. Ein Konvoi mit 25 Fahrzeugen traf am Mittwoch unter dem Schutz von Hubschraubern und Kampfflugzeugen in Khost, der Haupstadt der gleichnamigen Provinz, ein. Das berichtete die in Pakistan ansässige afghanische Nachrichtenagentur AIP.

Der Einmarsch kam einen Tag nach der Niederlage des Milizenführers Pascha Khan Sadran. Er hatte Khost angegriffen, um den von Präsident Hamid Karsai ernannten Gouverneur Mohammed Hakim Taniwal zu vertreiben. Sadrans Truppen waren am Dienstag zurückgeschlagen worden. Beobachter meinten, die US-Präsenz solle weitere Angriffe verhindern. In Khost und den Nachbarprovinzen werden noch Reste der Taliban und des Terrornetzwerks El Kaida vermutet.

Einer US-Militärsprecherin zufolge schoss ein Afghane mit Handfeuerwaffen auf die US-Luftwaffenbasis Bagram nördlich der Hauptstadt Kabul. Er sei festgenommen worden, sagte sie. Die in Pakistan ansässige Nachrichtenagentur AIP meldete unter Berufung auf Augenzeugen, auf einen von den USA genutzten Stützpunkt im Osten des Landes seien Raketen abgefeuert worden. Berichte über Opfern lagen nicht vor. Die US-Streitkräfte in Afghanistan sind seit ihrem Einmarsch im vergangenen Jahr wiederholt beschossen worden. Dabei soll es, wenn überhaupt, nur leichte US-Verluste gegeben haben.

Die Sprecherin in Bagram sagte, nach dem Vorfall um 06.30 Uhr Ortzeit (04.00 Uhr MESZ) sei der Mann festgenommen worden. Bagram ist der Hauptstützpunkt der USA in Afghanistan. Dort sollte im Laufe des Tages bei einer Zeremonie der Opfer der Anschläge vom 11. September 2001 gedacht werden. Aus Stützpunktskreisen verlautete, die Feier solle trotz der Schüsse stattfinden. AIP zufolge wurden mindestens vier Raketen auf den Luftwaffenstützpunkt in Chost im Osten des Afghanistans abgefeuert. Sie seien jedoch in einem abgelegenen Gebiet in einiger Entfernung niedergegangen.

Auch in Gardes in der Nachbarprovinz Paktia schlugen Raketen nahe einem US-Stützpunkt ein, ohne Schaden anzurichten. In Dschalalabad traf eine Rakete ein Haus, das 400 Meter von einer Kaserne der afghanischen Armee entfernt liegt.

Im vergangenen Jahr sind etwa 40 US-Soldaten in Afghanistan ums Leben gekommen. Die USA hatte zusammen mit afghanischen Milizengruppen die radikal-islamische Taliban-Regierung in Afghanistan gestürzt. Diese hatte die El-Kaida-Gruppe des radialen Moslems Osama bin Laden Unterschlupf gewährt, die die US-Regierung für die Anschläge in New York und bei Washington verantwortlich macht.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%