Zwei Verdachtsfälle nicht bestätigt
Kleinkind aus Niedersachsen unter SARS-Verdacht

Ein Kleinkind aus dem niedersächsischen Hameln befindet sich mit Verdacht auf die Lungenkrankheit SARS im Krankenhaus.

Reuters HANNOVER. Ein erster Test habe den Verdacht bei dem eineinhalb Jahre alten Jungen aber nicht bestätigt, teilte die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) am Mittwoch mit. Experten der Klinik erklärten, sie hielten anstelle der Lungenkrankheit eine Magen- und Darm-Infektion für die wahrscheinlichere Ursache der Beschwerden des Jungen. Gewissheit werde es wohl frühestens am Donnerstag geben. Das Sozialministerium in Baden-Württemberg teilte mit, die beiden Verdachtsfälle im Rhein-Neckar-Kreis und im Alb-Donau-Kreis/Ulm hätten sich nicht bestätigt.

Der Landkreis Hameln-Pyrmont erklärte zu dem Verdacht in Niedersachsen, der Sohn eines Soldaten der britischen Rhein-Armee, der sich derzeit in der Golf-Region befinde, sei zusammen mit seiner Mutter vor sechs Tagen von einem längeren Aufenthalt aus Hongkong zurückgekehrt. Die Mutter habe am Dienstag das Kreiskrankenhaus wegen plötzlichen Fiebers aufgesucht. Dort hätten sich weitere Hinweise auf eine mögliche Infektion mit der vor allem in Asien verbreiteten Krankheit ergeben. Kind und Mutter seien am Mittwoch unter starken Sicherheitsvorkehrungen auf die Isolierstation gebracht worden.

Der Vater des Jungen befindet sich nach Angaben des Landkreises seit längerem wegen des Irak-Krieges mit britischen Streitkräften in der Golf-Region. Daher sei die Mutter mit dem Kind für vier Wochen zu Angehörigen nach Hongkong gereist und habe sich dort wegen der SARS-Gefahr auch vorsichtig verhalten. In Hameln habe die Familie zurückgezogen gelebt und nur zu wenigen Menschen Kontakt gehabt. Nach dem SARS-Verdacht seien lediglich noch eine Freundin der Mutter sowie die behandelnde Hamelner Ärztin als Kontaktpersonen des Jungen isoliert worden und stünden vorerst unter Beobachtung.

Weltweit sind an der Lungenkrankheit in den vergangenen Monaten hunderte Menschen gestorben und tausende erkrankt.

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