Zwei verletzte Soldaten
Heftige Gefechte im Nordwesten Mazedoniens

In Mazedonien sind am Sonntag heftige Gefechte zwischen mazedonischen Regierungstruppen und albanischen Rebellen ausgebrochen. Augenzeugen berichteten von Schusswechseln in der Nähe von Tetovo im Nordwesten des Landes.

Reuters TETOVO. Das Verteidigungsministerium in Skopje bestätigte die Kämpfe. Oberhalb von Tetovo seien Regierungseinheiten unter Beschuss geraten. Da die Rebellen den Waffenstillstand gebrochen hätten, hätten die Streitkräfte angemessen reagiert, sagte ein Ministeriumssprecher. Bewohner Tetovos berichteten, die Gefechte hätten etwa zwei Stunden angehalten. Aus westlichen Kreisen verlautete, die Armee habe überreagiert. Berichten zufolge sollen zwei Soldaten verletzt worden sein.

Der Waffenstillstand gilt seit 17 Tagen. Unter Vermittlung der USA und der EU verhandeln die Parteien des Landes derzeit über Forderungen nach mehr Rechten für die albanische Minderheit in Mazedonien. Die Gespräche waren aber vergangene Woche ins Stocken geraten, da die mazedonische Regierung die vorgelegten Kompromissvorschläge als viel zu weit gehend abgelehnt hatte. Tetovo ist das Zentrum der albanisch-stämmigen Minderheit in Mazedonien. Vor einem Monat hatte es in der Region noch schwere Kämpfe gegeben, wobei die Rebellen in die umliegenden Berge abgedrängt wurden. In jüngster Zeit sind sie aber wieder in die Nähe von Tetovo vorgerückt.

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