Zwei Vermisste im Irak
Wieder tödliche Angriffe auf US-Soldaten

Die Serie blutiger Attacken auf US- Soldaten im Irak reißt nicht ab. So geriet am Donnerstag südwestlich von Bagdad ein Mitglied einer US-Spezialeinheit unter tödlichen Beschuss. Acht weitere Soldaten wurden verletzt, wie das für die Golfregion zuständige US-Zentralkommando mitteilte.

HB/dpa BAGDAD/WASHINGTON. Zu einem neuen Angriff kam es auch an der Zufahrtstraße zum Flughafen von Bagdad. Bei der Attacke mit einer Panzerfaust wurden nach US-Angaben zwei US-Soldaten verletzt. Ein Iraker kam ums Leben. Nach Informationen des arabischen Senders El Dschasira dagegen wurden zwei US-Soldaten getötet. Nahe der irakischen Hauptstadt wurde zudem eine intensive Suche nach zwei vermissten amerikanischen Soldaten eingeleitet. Die beiden seien in ihrem Geländewagen unterwegs gewesen, als der Kontakt abbrach, berichtete der US-Sender CNN.

Auch das irakische Energieversorgungsnetz wurde am Donnerstag nach Informationen von El Dschasira wieder zum Ziel von Untergrund- Kämpfern. Der arabische Sender zeigte Bilder von einem großen Brand, der durch eine Explosion an einer Öl-Pipeline in der Provinz Salaheddin ausgelöst worden sein soll. Dies wäre in diesem Monat bereits die fünfte Explosion an einer irakischen Öl- oder Gasleitung.

In der irakischen Stadt Nadschaf sollen am vergangenen Sonntag 40 Menschen getötet worden sein, als Plünderer versehentlich ein Munitionsdepot in Brand setzten. Das berichtete die Wochenzeitung "Al-Ayyam". Die Plünderer hätten Messingkartuschen stehlen wollen.

Die US-Besatzungsmacht im Irak hat nach Angaben der Irakischen Islamischen Partei erstmals einen irakischen Generaldirektor für die Sicherheitskräfte des Landes ernannt. Die Partei schrieb in ihrer Zeitung "Dar el Salam" (Haus des Friedens), bei dem neuen Generaldirektor handele es sich um Subhi Faradsch Aisch. Er ist der Neffe von Mohammed Aisch, einem der früheren Mitglieder des Revolutionären Kommandorats. Dieser war 1979 nach Saddam Husseins Amtsantritt bei einer "Säuberungswelle" auf Geheiß des Präsidenten hingerichtet worden.

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