Zwei von elf Handy-Herstellern können liefern
Handy-Mangel verzögert neues 3G-Netz in Japan offenbar nicht

Der japanische Mobilfunkanbieter NTT DoCoMo wird nach Einschätzung von Analysten wie geplant sein neues Mobilfunk-Netz im Mai starten können, obwohl es dann nur eine begrenzte Zahl von Handys für die neue Technologie geben wird.

Reuters TOKIO. Der japanische Mobilfunkanbieter NTT DoCoMo wird nach Einschätzung von Analysten wie geplant sein neues Mobilfunk-Netz im Mai starten können, obwohl es dann nur eine begrenzte Zahl von Handys für die neue Technologie geben wird. Mit NEC und MCI (Matsushita Communication Industrial) könnten voraussichtlich nur zwei von elf Herstellern wie geplant im Mai Handys für den Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G) liefern, hieß es am Dienstag unter Analysten in Tokio. Ein Problem sei das aber nicht. Schließlich habe es beim Start des derzeitigen Systems i-mode Anfang 1999 zunächst nur ein Handy-Modell gegeben.

Rund 20 Mill. Japaner nutzen derzeit das i-mode-System und können damit bereits über ihre Mobiltelefone im Internet surfen. Von den i-Mode-Handys werden Analysten zufolge derzeit täglich bis zu 60 000 Stück verkauft. Die neuen 3G-Mobiltelefone sollen einen schnelleren Internet-Zugang, bessere Daten- und Filmübertragung sowie Musik in CD-Qualität ermöglichen. NEC entwickelt eigenen Angaben zufolge ein Modell, während MCI an drei verschiedenen Typen arbeitet.

DoCoMo rechnet einer Sprecherin zufolge damit, dass sich im ersten Jahr nur rund 150 000 Kunden für den neuen 3G-Mobilfunkstandard entscheiden. Eine Massenproduktion entsprechender Handys sei also zunächst nicht notwendig. 3G soll es anfangs nur in Tokio und den Nachbarstädten Yokohama und Kawasaki geben. Analysten zufolge ist DoCoMo an einem raschen Start des neuen Netzes interessiert, weil der i-mode vor allem in Großstädten an Kapazitätsgrenzen stößt. Es werde allerdings noch mindestens drei Jahre dauern, bis 3G vollständig funktioniert.

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