Zwei weitere Verdachtsfälle
BSE-Forschung muss intensiviert werden

Nach dem ersten BSE-Fall in Bayern hat Landwirtschaftsminister Josef Miller (CSU) eine Intensivierung der BSE-Forschung gefordert.

Reuters BERLIN. Im ARD-Morgenmagazin sagte Miller am Montag, zwar werde bislang Tiermehl als eine der möglichen Infektionsursachen für den Rinderwahn angesehen. Insgesamt wisse man aber noch zu wenig über BSE. Daher müsse die Forschung intensiviert werden. Bayern habe zwei Mill. DM zur Verfügung gestellt, um die Forschung zu koordinieren. Das von einem Familienbetrieb aus dem Allgäu stammende BSE-Rind war nach Angaben der Behörden mit einem "Leistungsmittel" gefüttert worden.

Hinweise auf ein Fehlverhalten des Landwirtes gebe es nicht, teilte das Landratsamt Oberallgäu mit. Es werde dem Verdacht nachgegangen, ob verunreinigtes Kraftfutter die Ursache für die BSE-Infektion sein könnte. Zwar seien keine Futterreste aus dem Zeitraum mehr vorhanden, in dem die Infektion wohl stattgefunden habe. Auf Grund der sehr guten Dokumentation des Betriebes ließen sich jedoch die Futter-Bezugsquellen nachverfolgen.

Tiermehl darf in Deutschland seit dem 2. Dezember nicht mehr verfüttert werden. Stichproben ergaben jedoch in Sachsen-Anhalt, dass das Verbot offenbar in großem Stil unterlaufen wurde. Miller sagte, er denke daran, die Strafen für diejenigen zu erhöhen, die Tiermehl widerrechtlich einsetzten. Zudem müsse alles daran gesetzt werden, das Tiermehl-Verbot in der EU über die vorgesehenen sechs Monate hinaus zu verlängern. Ein nur vorübergehendes Verbot würde bedeuten, dass nach dieser Zeit Tiermehl wieder in dunkle Kanäle fließen könnte.

In Bayern gibt es noch zwei weitere BSE-Verdachtsfälle. Die endgültige Diagnose der Proben der aus Furth im Wald und der Oberpfalz stammenden Tiere durch die Tübinger Bundesforschungsanstalt soll Mitte der Woche vorliegen.

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