Zweifel am Börsengang der Telekom-Tochter: Die Marke T-Mobile soll Voicestream ersetzen

Zweifel am Börsengang der Telekom-Tochter
Die Marke T-Mobile soll Voicestream ersetzen

Der dritte Versuch soll der letzte bleiben: "Daran, dass wir einen Börsengang in diesem Jahr anstreben, besteht kein Zweifel", bekräftigt Kai-Uwe Ricke, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG und Chef der Mobilfunksparte T International-Mobile in Bonn.

slo BONN. Zwei Mal hat die Telekom den Gang aufs Parkett bereits verschoben. Zuletzt war dies im August vergangen Jahres der Fall - wegen der schlechten Börsenstimmung.

Eine Entscheidung, ob der Börsengang im Juni oder November statt finden soll, ist laut Ricke noch nicht gefallen. "Aber wir sind mitten in den Vorbereitungen." Trotz der bisher noch eher verhaltenen Stimmung an den Börsen gibt sich der T-Mobile-Chef zuversichtlich: "Wir glauben, dass wir ein Highlight in einem schwachen Umfeld bilden können." sagte Ricke.

Die T International-Mobile AG hat über 66 Millionen Mobilfunkkunden. Dazu gehören Beteiligungen in Großbritannien, den Niederlanden, in Osteuropa sowie die US-Tochter Voicestream. Die deutsche T-Mobile ist hier zu Lande Marktführer mit 23,1 Millionen Kunden. Das Unternehmen schreibt nach Firmenangaben trotz der jährlichen Belastung von mehr als 400 Millionen Euro durch das UMTS-Geschäft weiter deutlich schwarze Zahlen.

Einige Analysten sehen noch viele Fragezeichen hinter dem Zeitpunkt des T-Mobile-Börsengangs. "Der Börsengang muss ein Erfolg werden", sagt Joeri Sels vom Bankhaus Julius Bär, "das setzt aber voraus, dass die Bewertung des Unternehmens stimmt." Die sehen Analysten bei etwa 70 bis 85 Mrd. Euro. "Dafür ist das Börsenumfeld aber noch nicht reif genug", so Sels.

Unterdessen bereitet sich die Telekom-Tochter darauf vor, den Namen T-Mobile als globale Marke aufzubauen. Zur Mitte dieses Jahres wird das Unternehmen in den sechs europäischen Mehrheitsbeteiligungen (Deutschland, Österreich, Großbritannien, Tschechien, Ungarn, Kroatien) und den USA erstmals mit dem gemeinsamen Markennamen T-Mobile auftreten, wobei die nationalen Gesellschaften den Landeszusatz tragen werden. In den USA werde die Ende Mai 2000 erworbene Marke Voicestream mit dem Start eigener Netze in Kalifornien und Nevada im Sommer verschwinden und durch T-Mobile ersetzt. In den übrigen US-Bundesstaaten soll der neue Markenname spätestens Anfang 2003 zum Einsatz kommen. Mit der Markenumstellung, einer einheitlichen technischen Plattform und neuen transatlantischen Diensten will T-Mobile seine führende Stellung hinter dem weltweiten Mobilfunkmarktführer Vodafone ausbauen.

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