Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Unternehmen
Wall Street mittags sehr schwach

An Wall Street haben sich die Verluste am Montagmittag auf Grund weiterer Bilanzunregelmäßigkeiten ausgeweitet und zu einer sehr schwachen Gesamttendenz geführt.

vwd NEW YORK. Der Dow-Jones-Index (DJIA) verliert bis 13.19 Uhr Ortszeit 1,8 Prozent bzw 181,63 Punkte auf 9 725,63, der S&P-500-Index gibt 2,2 Prozent bzw 24,23 Zähler auf 1 097,97 Stellen ab. Der Nasdaq-Composite-Index verliert 2,6 Prozent bzw 49,14 auf 1 862,10 Zähler, obwohl Goldman Sachs den Halbleitersektor auf "Übergewichten" von "Marktneutral" hochgestuft hat. "Enthüllungen bei Unternehmen wie Williams und Tyco haben den Markt ein bisschen ins Trudeln gebracht", erklärt ein Marktstratege von Fahnestock & Co.

Fast ausnahmslos hegten die Investoren Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Unternehmen, fügt er hinzu.: "Selbst GE werden wie der Gesamtmarkt von diesen 'Kugeln' getroffen". Bis die Sorgen über die Gewinnsituation bei den Unternehmen nachlassen, dürfte der Markt angschlagen und fragil bleiben, glaubt der Experte. General Electric (GE) ziehen mit einem Verlust von fünf Prozent auf 34,94 USD den DJIA maßgeblich mit nach unten.

Unter den Befürchtungen über weitere bilanzielle Unregelmäßigkeiten leiden besonders Enterasys Networks, die um 56 Prozent auf 4,75 USD einbrechen. Das Unternehmen hat die Vorlage seiner neusten Quartalszahlen verschoben und mitgeteilt, dass es eine Untersuchung seitens der Börsenaufsicht SEC gebe und dass drei Mitarbeiter auf Grund bilanzieller Ungereimtheiten entlassen worden seien.

Riverstone Networks verlieren in diesem Strudel 12 Prozent auf 13,80 USD ab, obwohl das Unternehmen dementierte, man sei von der SEC-Untersuchung mitbetroffen. Zwischenzeitlich haben sich die Verluste daraufhin aber etwas verringert. Tyco verbilligen sich um 13 Prozent auf 32,09 USD und leiden damit weiter darunter, in den vergangenen drei Jahren insgesamt 700 Akquisitionen im Volumen von acht Mrd USD nicht publik gemacht zu haben. Dies führe zu Ängsten über die "agressiven" Bilanzierungsmethoden von Tyco, sagt ein Teilnehmer. Hinzu komme, dass das Tyco-Ergebnis je Aktie 2002 um bis zu zwei cents niedriger ausfallen werde, da Tyco seine Kreditlinie anzapfen wolle, um Handelspapiere zurückzukaufen.

Unter Druck stehen auch Finanzwerte nach einer Abstufung des Sektor durch J.P. Morgan Chase. American Express geben 4,3 Prozent auf 33,57, USD nach, Citigroup um 4,6 Prozent auf 44,35 USD und J.P. Morgan Chase um 3,6 Prozent auf 31,01 USD. Hewlett-Packard , die nach einem positiven Ausblick anfangs noch zu den Gewinnern gehörten, haben mittlerweile ebenfalls ins Minus gedreht und geben ein Prozent ab auf 21,77 USD. Das Unternehmen hat für das erste Quartal über den eigenen Planungen und deutlich über den Prognosen von Analysten liegende Ergebnisse angekündigt.

Hohe Verluste weisen Mobilfunkaktien auf. Hintergrund sei die Warnung einiger Banken an Williams Communications, das Unternehmen laufe Gefahr seinen Kreditvereinbargungen nicht nachkommen zu können, heißt es. Williams brechen um 28 Prozent auf 1,02 USD ein. Williams Cos , die Aktien des Mutterunternehmens von Williams Communications, verlieren zehn Prozent auf auf 17 USD. Sprint PCS - das Unternehmen präsentiert am Berichtstag nach Börsenschluss seine neuesten Zahlen - rutschen um zehn Prozent auf 13,88 USD ab. Viele Anleger befürchteten einen schlechten Ausblick auf das Jahr 2002, heißt es. AT&T Wireless ermäßigen sich um ebenfalls zehn Prozent auf 9,90 USD und Triton PCS um 17 Prozent auf 11,09 USD.

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