Zweifel an GPRS-Strategie
DrKW belässt Nokia weiter auf 'Sell'

Die Analysten von Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW) haben ihre Anlageempfehlung "Sell" für die Aktie des finnischen Telekom-Ausrüsters Nokia bekräftigt.

dpa-afx LONDON. Demnach gehen sie davon aus, dass sich der Titel in den kommenden 12 Monaten um bis zu 10 Prozent schlechter als der Markt entwickeln wird. Sie begründeten dies in einer am Dienstag veröffentlichten Studie mit Zweifeln an der GPRS-Strategie des weltweit führenden Herstellers von Mobiltelefonen.

Der neue Mobilfunkstandard GPRS ermögliche den Einstieg in eine mobile Datenkommunikation, bei der nicht mehr nach Gesprächszeit sondern nach der Menge der gesendeten und empfangenen Daten abgerechnet wird. Für die Experten ist in hohem Maße unsicher, ob Nokia das Ziel erreichen wird, im zweiten Halbjahr des laufenden Jahres Millionen von GPRS-tauglichen Mobiltelefonen abzusetzen.

Für den verspäteten Einstieg des Unternehmens in die neue Technologie seien offenbar technische Probleme verantwortlich, hieß es. Das bisher einzige GPRS-taugliche Modell Nokia 8310 erfülle die grundlegendsten Kriterien der Kompatibilität nicht. Die Probleme gingen auf eine Nokia-eigene Lösung für die Datenübertragung zurück. Sollte Nokia sein GPRS-Planziel verfehlen, wären Zweifel an der Unbesiegbarkeit des Konzerns angebracht.

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