Zweifel an Zusagen von Militärmachthaber Musharraf
Indien schließt Krieg mit Pakistan aus

Der indische Ministerpräsident Atal Bihari Vajpayee hat die Möglichkeit eines Kriegs mit dem Nachbarn Pakistan wegen der Kaschmirkrise ausgeschlossen. "Es besteht keine Möglichkeit, dass es mit Pakistan zum Krieg kommt", sagte Vajpayee am Freitag vor Journalisten.

WiWo/ap LUCKNOW/INDIEN. Gleichzeitig äußerte der Ministerpräsident jedoch Zweifel an der Zusage des pakistanischen Militärmachthabers Pervez Musharraf, die Grenzübertritte islamischer Kämpfer zu stoppen.

Vajpayee erklärte, die Spannungen an der Grenze, an der beide Seiten über eine Million Soldaten haben aufmarschieren lassen, hätten nachgelassen. Indien sei zu Gesprächen bereit, aber Pakistan müsse den "grenzüberschreitenden Terrorismus" dauerhaft stoppen, damit es zu Verhandlungen zur Beendigung des seit fünf Jahrzehnten andauernden Konflikts kommen könnte. Indien wirft Pakistan vor, die islamischen Gruppen auszubilden und zu trainieren, die für eine Unabhängigkeit der Region Kaschmir oder deren Anschluss an Pakistan kämpfen.

"Die Vereinigten Staaten haben uns gesagt, der General habe ihnen versichert, er werde die Grenzübertritte stoppen", erklärte Vajpayee. "Nun liegt ein immenser Druck auf Pakistan, sein Versprechen zu erfüllen." Musharraf hatte nach seiner Zusage in Interviews erklärt, er habe nicht versprochen, die Grenzübertritte dauerhaft zu beenden. Der indische Verteidigungsminister George Fernandes warf ihm am Donnerstag vor, er widerspreche sich selbst und sei daher unzuverlässig.

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