Zweijahresvertrag gilt für erste und zweite Liga
Götz kehrt zur Hertha zurück

Der "verlorene Sohn" kehrt nach Berlin zurück. Der bei 1860 München entlassene Falko Götz löst nach Saisonende bei Hertha BSC Hans Meyer als Trainer ab. Nach Angaben des Clubs vom Mittwoch erhält der Ex-Profi einen auch für die 2. Fußball-Bundesliga gültigen Zwei-Jahres-Vertrag. Er war in Berlin im Jahr 2002 für vier Monate der Vorgänger von Huub Stevens gewesen, bevor dieser im Dezember vorigen Jahres von Meyer ersetzt worden war.

sth/ag BERLIN. Als Trainer vom TSV 1860 München hat Falko Götz das Medium Internet eifrig für seine Zwecke genutzt. Neuigkeiten hat er zuerst auf seiner eigenen Webseite kundgetan. Seit zwei Wochen aber hat es auf www.falkogoetz.de nichts Neues mehr gegeben. Zum letzten Mal hat sich Götz wenige Tage nach seiner Entlassung beim Fußball- Bundesligisten geäußert: "Falko Götz? Der macht jetzt erst einmal Urlaub, taucht ab und sammelt neue Kräfte, um fit zu sein für die nächste Herausforderung."

Gestern Nachmittag ist Götz wieder aufgetaucht. Um kurz nach halb fünf trat der 42-Jährige mit Dieter Hoeneß vor die Presse, um den Manager von Hertha BSC verkünden zu lassen, was ohnehin viele schon vermutet hatten: Falko Götz wird ab der neuen Saison Trainer des Berliner Bundesligisten und Nachfolger von Hans Meyer, der Hertha zum Saisonende verlässt. Gestern Nachmittag hat er einen Zweijahresvertrag unterschrieben, der sowohl für die Erste als auch für die Zweite Liga gilt.

Der gebürtige Berliner Götz hat Hertha schon einmal trainiert. Nach einer 0:1-Niederlage bei Energie Cottbus sprang er im Februar 2002 für den entlassenen Jürgen Röber ein. Zu diesem Zeitpunkt wusste Götz allerdings schon, dass sein Engagement befristet sein würde. Für die neue Saison war bereits Huub Stevens verpflichtet worden. "Diesmal passt alles", sagte Götz gestern bei seiner Vorstellung. Götz begann seine Arbeit damals, als die Mannschaft Siebter war, und führte sie mit neun Siegen aus 13 Spielen und lediglich drei Niederlagen noch in den Uefa-Cup. Bei den Fans ist der frühere Spieler, der 1997 mit Hertha in die Bundesliga aufgestiegen war, äußerst beliebt. Hoeneß hatte schon bei Götz' Abschied gesagt, dass er eines Tages als Trainer zu Hertha zurückkehren werde.

Bei 1860 München, hat Götz allerdings auch die Schattenseiten des Berufs kennen gelernt. Die Mannschaft stürzte unter seiner Leitung auf einen Abstiegsplatz, Götz wurde schließlich vor laufender Fernsehkamera von Sechzigs Vizepräsident Hans Zehetmair entlassen, und zwar, bevor ihm selbst die Entscheidung mitgeteilt worden war.

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