Zweistellige Umsatzrenditen der Hörfunkbeteiligungen
Springer-Verlag will im Radiomarkt expandieren

Der Axel Springer Verlag hat seine Beteiligung an dem hessischen Radiosender FFH aufgestockt und will sein Radiogeschäft durch weitere Zukäufe ausbauen.

Reuters FRANKFURT. Die Hörfunkbeteiligungen des Verlages erzielten trotz Konjunkturflaute zweistellige Umsatzrenditen, begründete Springer-Vorstand Hubertus Meyer-Burckhardt am Freitag die Strategie. "Die jetzt erfolgte Anteilsaufstockung bei FFH entspricht unserer Zielsetzung, unsere Radio-Engagements nach Möglichkeit auszubauen", fügte er hinzu. Mit dem Erwerb des 2,5-prozentigen Anteils von der "Frankfurter Rundschau" erhöhte Springer seine Beteiligung an dem hessischen Privatsender auf 15 % und ist nun der größte FFH-Einzelgesellschafter.

Der Springer-Verlag ist an sieben Radiosendern direkt beteiligt - darunter Radio Hamburg, Antenne Bayern und Radio NRW - und ist damit die Nummer Zwei auf dem deutschen Radiomarkt hinter RTL. Das Geschäft macht nur einen kleinen Umsatzanteil des größten europäischen Zeitungsverlags ("Bild", "Welt") aus, ist aber sehr profitabel. "Was die Rentabilität angeht, liegt Radio bei den Mediengattungen weiterhin auf einem Spitzenplatz", sagte Meyer-Burckhardt in einem Interview mit der "Financial Times Deutschland". Springer sei bereit, auch weitere Minderheitsbeteiligungen einzugehen.

Den Radiomarkt haben aber schon andere Unternehmen als Wachstumschance entdeckt. So erwarb die zu Bertelsmann gehörende RTL Group im vergangenen Jahr das Radiogeschäft vom Holtzbrinck-Verlag. Auch der Madsack-Verlag in Hannover ("Hannoversche Allgemeine Zeitung") hat eine Expansion auf dem Radiomarkt angekündigt.

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