Zweistelliger Ergebniszuwachs geplant
Stada verspricht zweistelliges Ergebnisplus

Der Bad Vilbeler Arzneimittelhersteller Stada hat nach deutlichen Zuwächsen im vergangenen Jahr auch für 2002 kräftige Steigerungen bei Umsatz und Gewinn angekündigt.

Reuters BAD VILBEL. Trotz des hohen Ausgangsniveaus gehe Stada auch für dieses Jahr von einem prozentual zweistelligen Ergebniszuwachs aus, teilte das auf kostengünstige Nachahmermedikamente, so genannte Generika, spezialisierte Unternehmen am Montag mit.

Beim Umsatz in den Kerngeschäften erwarte Stada ein Wachstum von 15 bis 20 Prozent. Die vorläufigen Umsatzzahlen bis Mitte März bestätigten die optimistische Prognose, hieß es. Der Konzernumsatz legte bis dahin um rund zwölf Prozent zu. In den Kernsegmenten - Generika, Markenprodukte und Spezialpharmazeutika - habe das Wachstum etwa 20 Prozent betragen.

2001 hatte das im MDax gelistete Unternehmen den Konzernumsatz um 15 Prozent auf 537,8 Millionen Euro gesteigert. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Zinsen Steuern und Abschreibungen (Ebitda) nahm einschließlich Sondereffekten um 38 Prozent auf 74,9 Millionen Euro zu. Der Jahresüberschuss betrug 24,7 Millionen Euro, was einer Zunahme von 34 Prozent entspricht.

Für 2001 plant Stada seinen Aktionären eine Dividende von 59 Cent je Aktie auszuschütten nach 49 Cent im Vorjahr.

Stada besitze eine starke finanzielle Basis, um den bisherigen Wachstumskurs weiter fortzusetzen, hieß es. Darüber hinaus solle der Hauptversammlung jedoch vorgeschlagen werden, neues Kapital im Umfang von 24,3 Millionen Euro zu genehmigen. Mit diesem Vorratsbeschluss sei das Unternehmen dann flexibel genug, um auch kurzfristig attraktive Zukäufe zu finanzieren.

Zuletzt hatte Stada in den USA, in Italien und in Spanien verschiedene Marken übernommen oder deren Übernahme eingeleitet. Auch künftig will Stada nach eigenen Angaben durch Zukäufe seine Kerngeschäfte stärken. "Wir gehen da ganz unaufgeregt heran, Akquisitionen müssen genauso wie bestehende Aktivitäten strategisch passen und rentabel sein", erklärte Konzernchef Hartmut Retzlaff.

Vergangene Woche hatte das Unternehmen angekündigt, den zweitgrößten spanischen Generika-Anbieter Bayvit vollständig übernehmen zu wollen. Über den Kaufpreis war Stillschweigen vereinbart worden. Bayvit hat nach Stada-Angaben 2001 ein Umsatzplus von 50 Prozent auf 20 Millionen Euro erzielt. Stada selbst ist der drittgrößte deutsche Generika-Hersteller.

"Besonders optimistisch stimmt mich, dass bis 2005 in Europa Wirkstoffe mit einem Umsatzvolumen von über vier Milliarden Euro patentfrei werden", erklärte Stada-Chef Retzlaff. Da wolle Stada termingerecht auf den Märkten sein.

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