Zweistelliges Wachstum angestrebt
Schering trotzt der Weltwirtschaftskrise

Der Berliner Pharmakonzern Schering trotzt der Weltwirtschaftskrise und peilt in diesem Jahr sein siebtes Rekordergebnis in Folge an.

Reuters BERLIN. Bei der Bilanzpressekonferenz am Freitag wird erwartet, dass das Unternehmen das Ziel eines zweistelligen Gewinnwachstums für 2002 und die Folgejahre bekräftigt. Stützen soll es sich besonders auf die jüngste erfolgreiche Einführung einer Reihe von Produkten auf dem amerikanischen Markt.

Mit Spannung erwartet werden Aussagen zur Expansionsstrategie von Schering. Der Konzern sitzt nach dem Verkauf seiner Beteiligung am Pflanzenschutz-Unternehmen Aventis CropScience auf einer Kriegskasse von über 1,5 Mrd. Euro. Zuletzt hatte Schering von einem unterschriftsreifen Angebot zum Kauf eines Unternehmens gesprochen, dass mehr als 500 Mill. $ kosten würde. Details über Branche oder Region des Zukaufs wurden jedoch bislang nicht gemacht. Analysten tippen auf die USA und die Sparten Krebsbekämpfung oder Hautkrankheiten.

Für 2001 hatte Schering bereits ein Rekordergebnis über Analysten-Schätzungen bekannt gegeben. Die Aktie des Konzerns hat sich in diesem Jahr mit einem Plus von rund 20 % deutlich besser entwickelt als die der übrigen Dax-Firmen.

Nach den vorläufigen Zahlen hatte Schering 2001 seinen Nettogewinn um 24 % auf 418 Mill. Euro und den Umsatz um zehn Prozent auf 4,84 Mrd. Euro gesteigert. Das Unternehmen will daher eine erhöhte Dividende von 83 Cent pro Aktie zahlen.



Neue Prärarate sollen Gewinnwachstum sichern

Mit der im vergangenen Jahr eingeführten Anti-Baby-Pille Yasmin will Schering im Kernmarkt USA einen Anteil von acht Prozent erreichen. Von der Pille werden in drei Jahren jährliche Umsätze von über 300 Mill. Euro erwartet. Sie gilt als gut verträglich und so auch gegen Akne und Übergewicht helfen.

Das Verhütungsmittel Mirena konnte im vergangenen Jahr seinen Umsatz um rund 40 % steigern und auch vom Blutkrebs-Präparat Campath erwartet Schering in Zukunft einen beträchtlichen Gewinnbeitrag.

Die Neueinführungen und der Aufbau einer entsprechenden Marketingabteilung hatten im vergangenen Jahr den Betriebsgewinn des Unternehmens belastet. Schering-Finanzvorstand Klaus Pohle hatte gesagt, im letzten Quartal habe das Wachstum hier gut vier Prozent betragen. Für das Gesamtjahr lässt sich so ein Plus beim Betriebsgewinn von rund fünf Prozent errechnen. Schering strebt hier in diesem Jahr aber wieder ein zweistelliges Wachstum an. Der Umsatz soll in hohem einstelligen Bereich liegen. Schering macht hier unter anderem der japanische Markt mit der Yen-Schwäche zu schaffen.

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