Zweitägiger Einsatz britischer und US-Kampfjets in Südirak
Bagdad: "Zwei Tote nach Luftangriffen"

Bei Angriffen amerikanischer und britischer Kampf-Flugzeuge in Südirak sind nach irakischen Angaben zwei Menschen getötet und mehr als 20 weitere verletzt worden. Ziel der Angriffe am Freitag und Samstag war den Angaben zufolge die Stadt Samua, etwa 270 Kilometer südlich von Bagdad.

ap BAGDAD. Nach Regierungangaben wurden am Freitag zahlreiche Regierungsbüros bombardiert sowie das wichtigste Verteilungszentrum für Nahrungsmittel und sechs Wohnhäuser. Dabei kamen nach Behördenangaben zwei Zivilisten ums Leben, 19 weitere wurden verletzt.

Die US-Streitkräfte teilten in Florida in einer Erklärung mit, die Flugzeuge seien zuerst beschossen worden und hätten daraufhin Flugabwehrstellungen und eine Raketenabschussbasis angegriffen. Auf die irakischen Berichten über zwei Tote wurde nicht eingegangen. Es hieß lediglich, man versuche, Verluste unter der Zivilbevölkerung zu vermeiden. Handelsminister Mohammed Mehdi Saleh sagte, in dem getroffenen Lager seien Lebensmittel im Rahmen des UN-Programms Öl für Nahrungsmittel aufbewahrt worden. Er verurteilte den Angriff als verbrecherischen Akt.

Am Samstag griffen Kampfflugzeuge laut der amtlichen Nachrichtenagentur INA den Bahnhof von Samua an. Dabei seien mehrere Menschen verletzt und Wohnhäuser beschädigt worden, hieß es weiter. Nach Angaben der US-Streitkräfte wurden die Flugzeuge auch am Samstag beschossen.



Sicherheitsrat angerufen



Präsident Saddam Hussein traf am Samstag mit dem Revolutionären Kommandorat und der Führung der Baath-Partei zusammen, um über die Angriffe zu beraten. In einer anschließend verbreiteten Erklärung wurden Kuwait und Saudi-Arabien Aggression und Verrat vorgeworfen. Außenminister Said el Sachaf sandte einen Brief an die Vereinten Nationen, in dem der Sicherheitsrat aufgerufen wurde, weitere Angriffe zu verhindern.

Zusammen mit Großbritannien überwachen die USA die Flugverbotszonen im Norden und Süden Iraks, die nach dem Ende des Golfkriegs 1991 von den Alliierten zum Schutz der dort lebenden Minderheiten eingerichtet wurden. Seit der massiven Bombardierung Iraks im Dezember 1998 wird das Flugverbot von Bagdad nicht mehr anerkannt.

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