Zweitägiger Gipfel zum Thema Wirtschaftsaussichten der Balkanregion
Balkanstaaten sprechen über Wirtschaftsaussichten

ap SKOPJE. Zu Beratungen über die gespannte Lage in Südserbien sind am Donnerstag die Außenminister zahlreicher Balkanstaaten in Skopje eingetroffen. Neben den Gesprächen über die Spannungen im Presevo-Tal sollen auch die wirtschaftlichen Aussichten der Region im Mittelpunkt des zweitägigen Gipfels stehen, zu dem am Freitag auch die Staats- und Regierungschefs der Balkanregion erwartet werden. Zu den Teilnehmerstaaten zählen neben Gastgeber Mazedonien auch Griechenland, die Türkei, Bulgarien, Rumänien, Albanien, Bosnien, Jugoslawien und Kroatien.

Auch der Außenpolitische Repräsentant der EU, Javier Solana, und EU-Außenkommissar Chris Patten wollten an der Konferenz teilnehmen. Griechenland kündigte Vorschläge zur Beendigung der Gewalt in der Region an. Die jüngsten Ereignisse in Südserbien stellten eine klare Bedrohung für die Stabilität der Region dar, hieß es in dem vom griechischen Außenministerium veröffentlichten Dokument. Die "terroristischen Angriffe" bewaffneter kosovo-albanischer Gruppen bedrohten vitale Interessen der Europäischen Union, hieß es weiter.

Die Spannungen in der Provinz haben seit dem Beginn von Kämpfen im überwiegend von Albanern bewohnten südserbischen Presevo-Tal an der Grenze zum Kosovo erheblich zugenommen. Wegen des entmilitarisierten Status der Pufferzone dürfen die jugoslawischen Streitkräfte dort nicht einmarschieren, um die Separatisten zu bekämpfen.

Der EU-Koordinator für den Balkan-Stabilitätspakt, Bodo Hombach, erklärte, wirtschaftlicher Erfolg werde sich nicht ohne Frieden und Stabilität einstellen. Es wird erwartet, dass die Staats- und Regierungschefs während ihres Treffens einen Aktionsplan über wirtschaftliche Zusammenarbeit beschließen. Ferner wird nach siebenjährigen Verhandlungen die Unterzeichnung eines Abkommens über den Grenzverlauf zwischen Mazedonien und Jugoslawien erwartet. Bosnien und Jugoslawien werden voraussichtlich eine Charta über gutnachbarliche Beziehungen unterzeichnen.

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