Zweite Niederlage für Premier Raffarin in kurzer Folge
In Frankreich triumphieren die Sozialisten

Die oppositionelle französische Linke mit den Sozialisten an der Spitze hat das bürgerliche Lager unter Präsident Jacques Chirac bei der Europawahl klar besiegt. Die Linke kam am Sonntag nach Prognosen auf etwa 42,6 %, die Rechte auf 38,3 %, berichtete der Fernsehsender TF1.

HB PARIS. Damit muss die Regierung von Premierminister Jean-Pierre Raffarin nach dem Desaster bei den Regionalwahlen im März eine zweite Niederlage hinnehmen. Raffarin hatte vor der Euro-Wahl erklärt, er werde sich auch von einer neuen Schlappe nicht beeindrucken lassen.

Mit Abstand strahlender Sieger sind die Sozialisten, die etwa 30 % erhalten und Chiracs UMP-Regierungspartei (rund 16,5 %) weit hinter sich lassen. Das Debakel der UMP ist auch auf die starke Zersplitterung der rechten Parteienlandschaft zurückzuführen. Der sozialistische Parteichef François Hollande würdigte "das beste Ergebnis seiner Partei" bei Euro-Wahlen.

Die Wahlbeteiligung erreichte mit nur etwa 42,8 % ein historisches Tief bei Europawahlen in Frankreich. Von den 78 Sitzen im EU-Parlament gehen bis zu 33 Sitze an die Sozialisten, 15 bis 18 an die UMP. Der rechtsextreme Front National erhält bis zu neun Sitze.

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