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Zweite Runde im Karlsruher «Raserprozess»DPA-Datum: 2004-07-06 09:34:21

Karlsruhe (dpa) - Vor dem Landgericht Karlsruhe hat am Dienstag der zweite Prozess gegen den «Autobahnraser» begonnen. In der Berufungsverhandlung soll geklärt werden, ob der DaimlerChrysler-Ingenieur durch Drängeln den Tod einer 21-jährigen Autofahrerin und ihrer zweijährigen Tochter verschuldet hat.

Karlsruhe (dpa) - Vor dem Landgericht Karlsruhe hat am Dienstag der zweite Prozess gegen den «Autobahnraser» begonnen. In der Berufungsverhandlung soll geklärt werden, ob der DaimlerChrysler-Ingenieur durch Drängeln den Tod einer 21-jährigen Autofahrerin und ihrer zweijährigen Tochter verschuldet hat.

Das Amtsgericht Karlsruhe hatte den 35-Jährigen in einem Aufsehen erregenden Verfahren im Februar wegen fahrlässiger Tötung zu einer anderthalbjährigen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt. Dagegen legte der Angeklagte Berufung ein.

Im Berufungsprozess werden sämtliche Beweise nochmals neu bewertet. Der Verteidiger Georg Prasser will den Freispruch seines Mandanten erreichen. Er werde den Unfallhergang minutiös rekonstruieren lassen und Widersprüche der Zeugen aufdecken, sagte Prasser vor Beginn des Prozesses.

Nach den Erkenntnissen des Amtsgerichts war der Angeklagte am 14. Juli 2003 mit einem 500 PS starken Mercedes CL 600 Coupé auf der Autobahn 5 bei Karlsruhe so dicht auf den Kleinwagen der Frau aufgefahren, dass diese das Steuer verriss. Der Wagen prallte gegen eine Baumgruppe, Mutter und Tochter waren sofort tot. Der Mann hatte eine Verwicklung in den Unfall abgestritten. Nach Angaben von DaimlerChrysler scheidet er Ende Juli aus dem Unternehmen aus.

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