Zweiter Anschlag innerhalb einer Woche in indonesischer Hauptstadt
Elf Verletzte bei Anschlag auf Flughafen von Jakarta

Bei einem Bombenanschlag auf das Restaurant einer US-Schnellimbisskette im Flughafen der indonesischen Hauptstadt Jakarta sind mindestens elf Menschen verletzt worden. Der Sprengkörper, der möglicherweise eine Rohrbombe war, explodierte am frühen Sonntagmorgen vor einer Kentucky Fried Chicken-Filiale in einem Abflugterminal. Die Behörden vermuten militante Muslime oder Separatisten aus der westlichen Unruheprovinz Aceh hinter der Tat.

HB/dpa JAKARTA. Ein Augenzeuge berichtete von einer schwarzen Tasche, die unmittelbar vor der Detonation vor dem Eingang des Restaurants abgelegt wurde, wie der indonesische Rundfunk meldete. "Indonesien ist im Innern zwei Bedrohungen ausgesetzt: Die eine sind separatistische Bewegungen (...), die andere sind Terroristen", sagte Sicherheitsminister Susilo Bambang Yudhoyono vor Reportern.

Es ist bereits der zweite Bombenanschlag in der indonesischen Hauptstadt innerhalb einer Woche. Am Donnerstag war ein Sprengsatz in der Innenstadt nahe des Büros der Vereinten Nationen detoniert und hatte geringen Schaden angerichtet. Niemand war verletzt worden.

Am Mittwoch hatte in Jakarta der Prozess gegen den radikalen islamischen Prediger Abu Bakar Ba'asyir wegen Hochverrats begonnen. Er steht im Verdacht, Grünes Licht für mehrere Attentate gegen Kirchen in der Hauptstadt an Weihnachten 2000 gegeben zu haben. Zudem soll Ba'asyir ein Anführer der militanten Islamistengruppe Jemaah Islamiyah sein, die von den Behörden für den Bombenanschlag im Oktober vergangenen Jahres auf Bali mit mindestens 202 Toten verantwortlich gemacht wird.

Ein Bombenattentat auf eine McDonald's-Filiale hatte bereits im Dezember vorigen Jahres auf der Insel Sulawesi drei Menschenleben gefordert. Als Drahtzieher vermuteten die Ermittler radikale Muslime, die Verbindungen zur Jemaah Islamiyah haben sollen. Indonesien ist nach der Bevölkerungszahl das größte muslimische Land der Erde.

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