Zweiter Platz in der Gruppe A
Senegal zittert sich ins WM-Achtelfinale

Als viertes afrikanisches Land seit 1986 hat Senegal das Achtelfinale einer Fußball-Weltmeisterschaft erreicht. Das Team des Franzosen Bruno Metsu musste am Dienstag in Suwon/Südkorea jedoch im entscheidenden Vorrundenspiel beim 3:3 (3:0) gegen Uruguay bis zum Schluss zittern.

dpa SUWON. Vor rund 25 000 Zuschauern schien den Senegalesen in der ersten Halbzeit fast der K.o.-Schlag mit dem Foulelfmetertor von Khalilou Fadiga (20. Minute) und den beiden Treffer von Pape Bouba Diop (26./37.) gelungen zu sein. Doch Uruguay brachte mit Toren von Richard Morales (46.), Diego Forlan (69.) und Alvaro Recoba (88./Foulelfmeter) noch das Weiterkommen ins Wanken.

Das Land an der afrikanischen Westküste konnte trotz des Remis und der furiosen Aufholjagd der Uruguayer Platz zwei in der Gruppe A verteidigen und die afrikanische WM-Erfolgsstory fortschreiben: Zuvor hatten nur Marokko (1986), Kamerun (1990) und Nigeria (1994/1998) den Sprung in die Runde der letzten 16 Teams geschafft.

Ein schwerer Abwehrfehler von Pablo Montero brachte Senegal in Führung und Uruguay schnell aus dem Konzept. Nach seinen Fehlpass auf Afrikas Stürmer-Star El Hadji Diouf konnte Torwart Fabian Farini ihn nur mit einer Notbremse stoppen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Fadiga souverän. Danach wirkten die Uruguayer wie unter Schock. Dies nutzte Pape Bouba Diop, der mit seinen Toren zwei und drei in die Spitzengruppe der WM-Torjäger aufschloss, zu einem Doppelschlag binnen elf Minuten.

Nach der Halbzeitpause wirkte Uruguay wie ausgewechselt und die Afrikaner zu siegesgewiss. Bereits Sekunden nach dem Anpfiff des belgischen Schiedsrichters Jan Wegereef, der mit elf Gelben Karten übermäßige Härte im Keim erstickte und für eine neue WM-Bestmarke sorgte, schoss Morales den Anschlusstreffer. Uruguays Trainer Victor Pua hatte seinem Team in der Pause nicht nur Dampf gemacht, sondern bewies auch ein "goldenes Händchen". Denn Morales wie auch Diego Forlan, der in der 69. Minute mit einem herrlichen 20-Meter-Schuss das 3:2 schaffte, hatte er erst in der Halbzeit eingewechselt.

Als Alvaro Recoba zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit per Foulelfmeter, den Habib Beye an Morales verursacht hatte, den Ausgleich erzielte, war es zu spät. Mit Mann und Maus und Torwart Tony Sylva verteidigte Senegal das Unentschieden, das zum Erreichen der nächsten Runde ausreichte.

Manschaften und Statistik

Senegal: Sylva - Coly (63. Beye), Diatta, Malick Diop, Daf - Bouba Diop, Cisse, N'Dour (76. Faye), Fadiga - Camara (67. Moussa N'Diaye), Diouf
Uruguay: Carini - Lembo, Sorondo (31. Regueiro), Montero - Varela, Romero (46. Forlan), Garcia, Rodriguez - Recoba - Silva, Abreu (46. Morales)
Schiedsrichter: Wegereef (Niederlande)
Zuschauer: 33 681
Tore: 1:0 Fadiga (20./Foulelfmeter), 2:0 Bouba Diop (26.), 3:0 Bouba Diop (37.), 3:1 Morales (46.), 3:2 Forlan (69.), 3:3 Recoba (88./Foulelfmeter)
Gelbe Karten: Henri Camara, Daf, Coly, Bouba Diop, Diouf, Fadiga, Beye/ Romero, Carini, Garcia, Rodriguez, Montero
Beste Spieler: Bouba Diop, Sylva / Recoba, Forlan

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%