Zweiter TV-Sender für Haarschneide-Salons startet heute
Deutsches Friseur Fernsehen macht Wella-TV Konkurrenz

Am Montag geht das Deutsche Friseur Fernsehen (DFF) auf Sendung. Tagsüber soll DFF den Friseurkunden im Salon die Zeit vertreiben, nach Geschäftsschluss können sich die Friseure am Fernsehen über Schulungsvideos weiterbilden.

DÜSSELDORF. Mit dem Start von DFF gibt es zwei Fernsehprogramme für Friseure in Deutschland. Im Oktober 2000 ging der Haarpflegekonzern Wella AG bereits mit einem eigenen TV- Angebot auf Sendung, das aber im Gegensatz zu DFF nur für Wella-Friseure zu empfangen ist. Wella sieht die Konkurrenz gelassen. "Dass es jetzt zwei Programme für Friseursalons gibt, zeigt nur, dass der Markt für dieses Medium bereit ist", sagt Susanne Elser von Wella.

Hauptgesellschafter von DFF sind keine Kosmetikkonzerne, sondern der Schmuckhersteller Swarovski AG und das österreichische Stahlunternehmen Berndorf AG. Sie haben einen zweistelligen Millionenbetrag, der aber unter 50 Mill. DM liegt, in den Sender investiert.

DFF finanziert sich durch Werbung. Laut Wolf Tümmler, Geschäftsführer von DFF, sind 40 % des Jahresvolumens an Werbung jetzt schon verkauft. Unter 200 DM pro Tag kostet die Unternehmen die Ausstrahlung eines Spots.

Friseure, die in ihrem Geschäft DFF ausstrahlen wollen, zahlen im Monat 392 DM Gebühren für Satellitenanlage und Flachbildschirme. Wolfgang Rosendahl, Chef eines Salons in Köln, hält dies für eine gute Investition: "Für Schulungen, zu denen Mitarbeiter hinfahren, muss ich monatlich viel mehr bezahlen. Und das Programm ist genau auf Friseure und ihre Kunden zugeschnitten." Michael Sedatis, Friseur aus Düsseldorf, würde das Geld nicht ausgeben: "Ich finde das völlig uninteressant, weil die Schulungen nicht individuell genug sind."

Tümmler rechnet damit, dass bis zum Jahresende von den etwa 60 000 Friseursalons in Deutschland 1 000 bis 1 500 DFF empfangen werden. Ende 2002 will der TV-Sender schwarze Zahlen schreiben.

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