Zweitgrößte Ersatzkasse in Deutschland
DAK will 1400 Stellen streichen

Die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) will bis Ende 2004 weitere 1400 Stellen streichen. Im Zuge von Rationalisierungsmaßnahmen habe die Kasse seit 2001 bereits 700 Stellen abgebaut, teilte DAK-Sprecher Jörg Bodanowitz am Donnerstag mit.

HB/dpa HAMBURG. Gleichzeitig bestätigte er einen Bericht des Hamburger Radiosenders NDR 90,3, wonach die Kasse im vergangenen Jahr ein Defizit von 423 Millionen Euro verbuchen musste. Bei anderen Kassen sehe es allerdings ähnlich aus. "Das Defizit der Gesetzlichen Krankenversicherung insgesamt beläuft sich für 2002 auf etwa 2,5 Milliarden Euro", betonte Bodanowitz.

Entschieden wies die DAK "Spekulationen" des Sendres über eine schwere Finanzkrise zurück. Die Behauptung, die DAK stehe vor einer Insolvenz "entbehrt jeder Grundlage". Die Kasse habe ihren Haushalt auf einer soliden Finanzbasis aufgebaut. "Der Beitragssatz von 15,2 Prozent ist Kosten deckend und dient dem Abbau des im vergangenen Jahr angefallenen Defizits", hieß es. Es gebe keine Krise der DAK, sondern eine politisch verursachte Krise der Gesetzlichen Krankenversicherung.

Die DAK ist mit rund 5,3 Millionen Mitgliedern die zweitgrößte Ersatzkasse in Deutschland und hat nach NDR-Informationen allein von November bis Januar rund 72 000 Mitglieder verloren. Die Kasse bestätigte ein Minus von 3,2 Prozent des Mitgliederbestandes. Damit seien die Verluste allerdings geringer als bei den meisten anderen gesetzlichen Kassen, hieß es.

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