Zweitgrößte Neuemission in diesem Jahr bei den Wachstumswerten
Neuer Kandidat für den Neuen Markt

Die GFKL Financial Services AG strebt "in den nächsten Wochen" eine Erhöhung des Eigenkapitals von derzeit 20 Mill. um 30 bis 60 Mill. DM an. Dies führte der Vorstandsvorsitzende Peter Jänsch gegenüber dem Handelsblatt aus.

ESSEN. Favorisiert wird der Gang an die Börse; in Betracht kommt dabei auch der Neue Markt. Hier wäre es die zweitgrößte Neuemission in diesem Jahr. Ganz wohl ist Jänsch allerdings nicht, denn das aktuelle Börsenumfeld gibt ihm zu denken. Sollte sich ein Börsengang als problematisch erweisen, wäre für die Essener GFKL daher auch eine "private-equity- Platzierung" denkbar. Dabei würde eine Bank die neuen Aktien bei Investoren direkt platzieren. Beraten wird die Gesellschaft von der WestLB.

Die GFKL besteht bereits seit zehn Jahren. Ursprünglich als reine Leasinggesellschaft tätig - noch heute entfallen auf das Leasing 60 % des Geschäfts - hat sie sich zum Dienstleister im Finanzierungsbereich weiter entwickelt. Sie verwaltet und verwertet Forderungsportfolios für Kreditinstitute, die meist problembehaftet sind. Am deutschen Markt ist sie damit laut Jänsch konkurrenzlos: "Es ist der erste bankenungebundene Service für die Verwaltung wiederkehrender Forderungen". Im Bankenbereich gibt es die Gesellschaften prompter (Rheinhyp/Commerzbank) und das Kreditwerk (Genossenschaftsbanken). Die Innovation bestehe u.a. in einem eigenentwickelten Computersystem, mit dem z.B. Kredit- und Leasingverträge verwaltet werden.

Wollen sich die Institute ganz von ihren Beständen trennen, können sie diese an die MLQ, eine Tochter der US-Investmentbank Goldman Sachs, verkaufen. Die GFKL arbeitet mit Goldman Sachs eng zusammen und übernimmt die Bewertung und Abwicklung bzw. Verwaltung der verkauften Forderungen. Mit ihrem Konzept sieht sich die GFKL gut für die Börse gerüstet. Entgegen vielen anderen Unternehmen, z.B. am Neuen Markt, schreibt sie schwarze Zahlen. Zum 30. Juni weist sie einen Umsatz von 326 Mill. DM aus. Der Gewinn soll im Gesamtjahr 15 bis 17 (1. Hj.: 7,2) Mill. DM erreichen. Im 1. Halbjahr entspricht der Gewinn laut Jänsch einer Eigenkapitalrendite von 47 %. In diesem und den nächsten Jahren setzt er als Zielwert eine Rendite von mindestens 40 % bzw. 25 % nach Steuern an.

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