Zweitgrößter Musikpreis nach dem US-Grammy
Sting und No Angels singen bei Echo 2002-Gala

Mit Auftritten von Popstars wie Sting, Lenny Kravitz und den No Angels wird am Donnerstag in Berlin bei einer Gala der deutsche Schallplattenpreis Echo 2002 verliehen.

Reuters BERLIN. Mit Auftritten von Popstars wie Sting, Lenny Kravitz und den No Angels wird am Donnerstag in Berlin bei einer Gala der deutsche Schallplattenpreis Echo 2002 verliehen.

"Der Echo ist sehr jung, sehr flippig, sehr frisch, sehr musikalisch", freute sich RTL-Moderatorin Frauke Ludowig, die wie im vergangenen Jahr durch die gut dreieinhalb-stündige Show im Internationalen Congress Centrum (ICC) führen wird. Für Glanz vor gut 5000 Gästen im ICC sollen die Auftritte der Sänger Lenny Kravitz und Sting, der deutschen Punkband Die Toten Hosen, der No Angels und von Sänger Xavier Naidoo sorgen. Der Veranstalter, die Deutsche Phono-Akademie, bezeichnet den Echo als Branchen-Gipfeltreffen. Er gelte mittlerweile als zweitgrößter Musikpreis nach dem US-Grammy.

Pop- und Rockgrößen wie Robbie Williams, Eric Clapton, Sarah Connor, Jennifer Lopez, Alicia Keys, Sasha, BAP, Bon Jovi, Wolfgang Petry und Depeche Mode sind nur einige der in 25 Kategorien vorgeschlagenen Künstler. Nicht alle der nach den Verkaufserfolgen im vergangenen Jahr Nominierten werden jedoch zur Preisverleihung kommen. Kritik am Auswahlprinzip des Echo übte Anfang der Woche das Jugendmagazin "jetzt" der Süddeutschen Zeitung: Statt "hippen Nachwuchs" zu nominieren, seien "abgehalfterte Altstars" wie Eric Clapton, Bon Jovi oder Peter Maffay dabei. "Wir geben keine Geschmacksurteile ab, sondern zeichnen erfolgreiche Produkte aus", sagte dazu Hartmut Spiesecke, Pressesprecher des Bundesverbandes der Phonografischen Wirtschaft.

Ausschlaggebend sind die Verkaufszahlen

Die Preise der Deutschen Phono-Akademie gehen alljährlich an die nach Verkaufszahlen erfolgreichsten nationalen und internationalen Musikkünstler. Die Auszeichnung sei damit der Künstlerpreis schlechthin, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Phono-Akademie, Gerd Gebhardt der Nachrichtenagentur Reuters. Die Nominierungen basierten auf den Chart-Erfolgen und seien damit eine Abstimmung der Fans über die Künstler an der Kasse: "Es wird das ausgezeichnet, was erfolgreich ist." In diesem Jahr wird der Echo zum elften Mal verliehen. Die Akademie war 1973 von Schallplatten-Firmen als gemeinnütziges Kulturinstitut gegründet worden.

Die Nominierungskategorien reichen von Rock-, Pop-, Schlager-, Jazz- und HipHop-Künstlern bis zu Auszeichnungen für Video-Clips und Marketingleistungen. Pro Kategorie sind fünf Künstler oder Gruppen im Rennen um einen Echo.

Bereits am Mittwoch werden die Preise für die beste Jazzproduktion des Jahres, den Produzenten, den Handelspartner, die Marketingleistung und den Medienmann oder die Medienfrau des vergangenen Jahres vergeben.

Die Organisatoren der Gala am Donnerstag rechnen wie im vergangenen Jahr mit dem Andrang von mindestens hundert Fans vor dem ICC. Denn für die Autogrammjäger vor der Tür soll ein extra ausgelegter roter Flanierteppich den Kontakt mit den Stars ermöglichen. Die Gala selbst wird von RTL am selben Abend zeitversetzt gezeigt.

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