Zweitplatzierung von Aktien verschoben
MVV Energie peilt zwei Milliarden Euro Umsatz an

Der Mannheimer Versorger MVV Energie rechnet nach einem Rekordergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001/2002 mit einem Umsatzwachstum auf über zwei Mrd. ? im laufenden Geschäftsjahr 2002/2003. Der Verkauf der Anteile an der Gasversorgung Süddeutschland (GVS) ist jedoch weiter in der Schwebe.

Reuters MANNHEIM. MVV-Vorstandschef Roland Hartung sagte am Mittwoch bei einer Telefonkonferenz zur Vorlage der Geschäftszahlen, er rechne mit einer Entscheidung der EU-Kommission über die Übernahme der GVS durch ein Konsortium aus EnBW und ENI bis Ende Januar 2003. Die MVV erwartet aus dem Verkauf von 26,25 % an der hoch profitablen GVS einen Buchgewinn von 140 Mill. ?. "Wir gehen natürlich fest davon aus, dass der Deal läuft", bekräftigte Hartung. Andernfalls werde der fünftgrößte deutsche Regionalversorger einen anderen Käufer für den Anteil suchen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001/02 (zum 30. September) steigerte der expandierende Regionalversorger sein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 144 (Vorjahr unbereinigt: 136, um Sondererlöse bereinigt: 106) Mill. ? und übertraf damit die eigenen Erwartungen, die zuletzt auf 141 Mill. ? nach oben geschraubt worden waren. Der Umsatz wuchs durch die Zukäufe von Stadtwerken im In- und Ausland um 42 % auf 1,68 Mrd. ?. Ohne Akquisitionen hätte er mit Hilfe des stark ausgebauten Strom-Großhandels um 28 % zugelegt.

Für das laufende Geschäftsjahr 2002/03 stellte MVV einen Umsatz von mehr als zwei Mrd. ? in Aussicht. Wenn die GVS, die im vergangenen Jahr 25 Mill. ? Gewinn abwarf, vorerst im Konzern bleibe, werde das Ebit um fünf Prozent steigen, sagte Hartung.

Eine geplante Zweitplatzierung von Anteilen hat die MVV verschoben. "Wir haben keinen Druck in der Finanzierung", sagte Hartung. Mit Rücksicht auf die Börsenflaute wolle MVV mit dem zweiten Börsengang warten. Der MVV-Chef bestätigte, Interesse an der Übernahme von Stadtwerke-Beteiligungen von der angeschlagenen TXU Europe zu haben. In Braunschweig und Kiel seien bereits Gespräche auf informeller Ebene geführt worden. Die Städte hätten allerdings ein Mitspracherecht beim Weiterverkauf. TXU hatte für die Anteile an den Stadtwerken Kiel 450 Mill. DM und für die Anteile in Braunschweig 420 Mill. DM bezahlt.

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