Zwickel: "Hohe Zahl der Überstunden ist ein Skandal"
Überstunden steigen auf Zehn-Jahres-Hoch

Dies berichtete die Zeitung "Die Welt" am Montag unter Berufung auf das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das zur Nürnberger Anstalt gehört. Demnach rechnet das Institut in diesem Jahr mit 1,887 Mrd. bezahlten Überstunden, 37 Mill. mehr als im Vorjahr.

Reuters BERLIN. Laut Bundesanstalt ist die Zahl seit 1996 kontinuierlich gestiegen. Regelungen für den Abbau von Überstunden sind ein Thema im Bündnis für Arbeit, das am 04. März zur nächsten Runde zusammenkommt.

Die Zeitung zitiert zudem IG-Metall-Chef Klaus Zwickel mit den Worten, die hohe Zahl der Überstunden sei mit Blick auf die fast vier Mill. Arbeitslosen im Land ein Skandal. "Ich fordere die Arbeitgeber auf, die Zahl der Überstunden schnellstmöglich um mindestens 25 % abzubauen, das brächte 300 000 neue Arbeitsplätze", sagte er der "Welt". Auf einen beschäftigungswirksamen Abbau von Überstunden habe man sich im Bündnis für Arbeit geeinigt. "Die Arbeitgeber treten diese Vereinbarung mit Füßen", sagte Zwickel.

Arbeitgeber, Gewerkschaften und Bundesregierung wollen am 04. März das Thema Qualifizierung beraten. Im Vorfeld haben sich die Arbeitgeberverbände gegen gesetzliche Regelungen zum Abbau von Überstunden gewehrt und stattdessen eine Flexibilisierung des Arbeitsmarktes gefordert.

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