Zwiespältige Konjunkturdaten
Starke Kurs-Schwankungen in New York

Die Hinrichtung eines afghanischen Oppositionspolitikers durch die Taliban hat neben zwiespältigen Konjunkturdaten zusätzliche Unsicherheit verbreitet, hieß es.

dpa-afx NEW YORK. Die New Yorker Wertpapierbörse hat zum Wochenende einen volatilen Start erlebt und nach rund eineinhalb Stunden im Plus notiert. Um 17.00 Uhr stand der Standardwerte-Index Dow-Jones 0,76 % über dem Vortagesschluss bei 9 535,28 Zählern. Der marktbreite S&P-500-Index hielt sich leicht im Plus mit 0,31 % auf 1 103,55 Punkten.

Händler erklärten den orientierungslosen Kursverlauf mit den zwiespältigen US-Konjunktur- und Unternehmensdaten. So habe sich trotz schwacher Unternehmensmeldungen die Stimmung an der Börse etwas aufgehellt, weil der Verkauf neuer Eigenheime in den USA im September wesentlich geringer zurückging als zunächst erwartet. Der Verkauf sank nur um 1,4 % zum Vormonat, während im Durchschnitt mit einem Rückgang von 5,9 % gerechnet worden war.

Keine klaren Impulse bot dagegen die Entwicklung des Verbrauchervertrauens. Es fiel zwar stärker als zunächst geschätzt auf 82,7 Zähler. Anfang Oktober hatte die Universität von Michigan einen Index-Stand von 83,4 Zählern vorausgesagt. Jedoch hatten Wall-Street Analysten zuletzt einen noch deutlicheren Rückgang auf 82,5 Zähler für Oktober vorausgesagt.

Die Hinrichtung eines wichtigen afghanischen Oppositionspolitikers durch die Taliban habe zusätzliche Unsicherheit verbreitet, hieß es. Dies habe die Aussicht auf einen langen und teuren Krieg geschürt. Auch sei der Markt gespalten: Manche wollten die Gewinne des Vortages möglichst schnell realisieren, andere setzten auf weiteres Kurssteigerungspotenzial.

Der an der Wall Street gelistete kanadische Glasfaserhersteller JDS Uniphase geriet nach einer Gewinn- und Umsatzwarnung vom Vortag stark unter Druck. Die Aktien verloren 8,53 % auf 9,12 Dollar. Das Unternehmen hatte im ersten Quartal einen Verlust je Aktie vor Sonderposten von 20 Cent erzielt nach einem Gewinn von 18 Cent vor einem Jahr. Analysten hatten mit einem Verlust je Aktie von nur drei Cent gerechnet.

Der Telefonkonzern AT&T stieg um 0,44 % auf 16,07 Dollar, obwohl die Rating-Agentur Moody's die Einstufung des Unternehmens herabgesetzt hatte.

Der US-Flugzeugbauer Lockheed Martin konnte im dritten Quartal seinen Umsatz und Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich steigern. Der Nettoumsatz sei von 5,960 Mrd. auf 6,384 Mrd. Dollar gestiegen. Der Nettogewinn habe 213 Mill. Dollar nach einem Verlust von 704 Mill. Dollar im dritten Quartal 2000 betragen. Lockheed Martin zogen daraufhin um 1,74 % an auf 49,75 Dollar an.

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