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«Zwischen Eros und Krieg» - Studie über Männerbünde in Deutschland

Berlin (dpa) - Heutzutage gilt das männliche auch schon Mal als das überflüssige Geschlecht. Wie anders das Selbstverständnis noch vor hundert Jahren war, zeigt Ulrike Brunotte in ihrer Studie «Zwischen Eros und Krieg». Der Berliner Religions- und Kulturwissenschaftlerin zufolge führten gesellschaftliche Umbrüche um 1900 dazu, dass insbesondere in Deutschland Männer ihren geschlechtsspezifischen Charakter verstärkt kultiviert und sich in Bünden organisiert haben.

Berlin (dpa) - Heutzutage gilt das männliche auch schon Mal als das überflüssige Geschlecht. Wie anders das Selbstverständnis noch vor hundert Jahren war, zeigt Ulrike Brunotte in ihrer Studie «Zwischen Eros und Krieg». Der Berliner Religions- und Kulturwissenschaftlerin zufolge führten gesellschaftliche Umbrüche um 1900 dazu, dass insbesondere in Deutschland Männer ihren geschlechtsspezifischen Charakter verstärkt kultiviert und sich in Bünden organisiert haben.

Brunotte schlägt dabei einen Bogen von der Wandervogel-Bewegung bis zur nationalsozialistischen SS und analysiert zudem Schriften von Ernst Jünger, Rainer Maria Rilke und des Berliner Psychologen Hans Blüher. Als Hauptmotiv für die Bildung von Männerbünden sieht die Autorin die Opposition gegen eine Kultur, die als zu weiblich und jüdisch kritisiert wurde. Die wissenschaftliche Studie ist sehr verständlich gehalten und weist auch aktuelle Bezüge auf.



Ulrike Brunotte

Zwischen Eros und Krieg

Verlag Klaus Wagenbach, Berlin

172 S. Euro 18,50

ISBN 3-546-00354-3

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