Zwischen Limousine und Geländewagen: In Detroit heißt das Zauberwort "Crossover"

Zwischen Limousine und Geländewagen
In Detroit heißt das Zauberwort "Crossover"

Ein neues Segment im hart umkämpften Automobilmarkt zu kreieren, ist nicht leicht. Da ist es gut, wenn man wenigstens schon mal den passenden Namen hat. "Crossover" war auf der Auto Show in Detroit ein Wort, das plötzlich in aller Munde war.

dpa DETROIT. Das ging es um einen Autotrend, der das Beste von Luxuslimousine, Geländewagen, Kombi und Minivan kombinierte und in etlichen Konzeptstudien zu bestaunen war. Das Ganze sei zwar ziemlich schwer zu definieren, aber gerade dadurch auch in aller Munde, meinte ein TV-Kommentator dazu lakonisch.

Im Hier und Jetzt der Automesse von Detroit dominierten zumindest bei den Amerikanern und etlichen Japanern wie gewohnt eher unelegante großvolumige Geländewagen. Doch gleichzeitig präsentierten einige wichtige Hersteller elegante "Großraumgeländeluxuslimousinen", die sich nicht nur wegen der mächtigen 22-Zoll-Räder teilweise verblüffend ähnlich sahen. Mit dabei waren unter anderem Mercedes Benz, - Volkswagen, Saab, Chrysler, Audi, Volvo und Toyota.

Dass es sich dabei nicht um eine Marotte handelt, sondern um die Suche nach einer Antwort auf möglicherweise neue Kundenbedürfnisse, machten die beiden DaimlerChrysler-Vorstände Jürgen Hubbert (Mercedes) und Dieter Zetsche (Chrysler) deutlich. Sie erklärten vor Journalisten, dass die Studien GST von Mercedes-Benz und Pacifica (Chrysler) ein neues Segment verkörpern könnten und erhoben gleichzeitig den Anspruch, bei der Entwicklung dieser Nische ganz vorne dabei sein zu wollen. Aber auch der designierte VW-Chef Bernd Pischetsrieder ließ bei der Präsentation des Magellan deutlich werden, das die Wolfsburger beim "Crossover-Thema" ganz aktiv mitmischen wollen.

Bleibt abzuwarten, wer nun wirklich das Risiko auf sich nimmt, die Lücke zu schließen, von der man noch nicht ganz genau weiß, ob sie überhaupt besteht. Immerhin wird der Markt der luxuriösen sportlichen Geländewagen in diesem Jahr von VW (Touareg) und Porsche (Cayenne) aufgemischt. Die Äußerungen von Hubbert und Zetsche ließen aber erkennen, dass eine Serienproduktion ihrer Studien relativ wahrscheinlich ist und schon sehr bald Realität werden könnte. Und auch Toyota ist wohl fest entschlossen, sein Image mit einem solchen Fahrzeugkonzept zu verbessern.

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