Zwischen Optimismus und Zurückhaltung
Dax-Entwicklung: Technische Analysten uneins

Technische Analysten sind für den Dax auf Sicht von einer Woche uneinheitlich gestimmt. Die Experten schwanken zwischen Optimismus und Zurückhaltung.

vwd FRANKFURT. Alfred Kaiser von Nols und Stephen Schneider von der WGZ-Bank sind leicht optimistisch, Ludwig Gutman von der Bayerischen Landesbank und Petra von Kerssenbrock von der Commerzbank dagegen zurückhaltend.

Nach Einschätzung von Alfred Kaiser von Nols ist der Dax an der Marke von 4450 Punkten gescheitert, anschließend habe der Index den langfristigen, seit 1982 bestehenden Aufwärtstrend bei 4130 Punkten unterschritten. Die implizite Volatilität sei auf 45 % und mehr angestiegen - in der Vergangenkeit hätte Werte von 48 bis 50 % ein strategisches Einstiegssignal bedeutet. Eine wichtige Unterstützung liege bei 3830 Punkten. Diese Marke könne in einem finalen Sell-Off intraday noch einmal unterschritten werden und der Dax dann bis auf sein September-Tief aus dem Jahr 2001 bei 3539 Punkten fallen. Sowohl implizite Volatilität wie auch Put-Call-Ratio würden damit jedoch ein Niveau erreichen, bei dem es sich in der Vergangenheit als richtig erwiesen habe, zu kaufen. Widerstände lägen dann bei 4130 und 4450 Punkten mit einem Zwischenwiderstand bei 4260 Stellen.

Nach Einschätzung von Petra von Kerssenbrock von der Commerzbank hat der Dax seine Trading-Box zwischen 3950 und 4450 Punkten nach unten verlassen. Damit habe sich das Bild nochmals eingetrübt. Belastet werde der Index von dem steigenden Euro, so dass jetzt die nächste Unterstützung vom September des vergangenen Jahres - das Tief bei 3539 Punkte - in den Blick geriete.

Stephen Schneider von der WGZ-Bank ist optimistischer: Die nächsten Tage würden vermutlich durch heftige Schwankungen geprägt sein. Kurzfristig orientierte Anleger könnten bereits erste Positionen aufbauen, da das Timing wegen des schnellen Marktes in den kommenden Sitzungen eines der größten Probleme darstelle. Auf Sicht von etwa vier bis fünf Wochen erwarte er einen Dax-Stand von 4000 bis 4600 Zählern, auch wenn der Index vorher nochmals bis auf 3830 Punkte nachgeben könne. Ludwig Gutman von der Bayerischen Landesbank teilt diesen Optimismus nicht. Der Analyst erwartet, dass sich der Bereich von 4130 Punkten, spätestens aber die Region von 4260 Punkten, als nicht zu überwindende Hürde erweisen wird.

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