Zwischenbericht
Abwartend vor US-Daten

Die europäischen Börsen lassen klare Richtung vermissen.

Reuters FRANKFURT Die europäischen Börsen haben sich am Mittwoch bis gegen Mittag ohne klare Richtung präsentiert. Marktbeherrschendes Thema seien die gegen 14.30 Uhr MESZ erwarteten US-Verbraucherpreise für Juli. Von Reuters befragte Volkswirte erwarten für den Index einen Anstieg von 0,1 % nach 0,6 % im Juni. In der Kernrate ohne Energiepreise und Nahrungsmittel werden die Preise mit plus 0,2 % gesehen. Von den Daten erhoffen sich Experten weitere Aufschlüsse über die künftige Zinspolitik der US-Notenbank Fed. Bei sich abkühlender Konjunktur sinke die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung, hieß es am Markt.

Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte war am Dienstag mit einem Minus von 0,98 % auf 11 067 Zählern aus dem Handel gegangen. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index hatte ein knappes Plus von 0,05 % auf 3851,66 Zähler.

Die am Dienstagabend von der Züricher Trägergesellschaft Stoxx bekanntgegebenen Auswechslung von fünf Titeln aus den beiden europäischen Kursbarometern Euro Stoxx 50 und Stoxx 50 sorgte für wenig Überraschung, sagten Händler. Ab Mitte September fallen die Aktien der Metro AG und Electrabel aus der Liga der 50 größten Firmen heraus, Nachfolger werden San Paolo Imi und Danone. Im Stoxx 50 werden Enel, KPN und Unilever von Astrazeneca, BNP Paribas, und CGNU ersetzt. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz stieg um 0,3 % auf 4992 Zähler, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) lag um 0,01 % höher auf 5203 Punkten.

Telekommunikationswerte notierten im Durchschnitt leicht höher. Die Investoren erwarten ein baldiges Ende der laufenden Versteigerung der deutschen UMTS-Lizenzen, sagten Händler.





London - FTSE-Index höher

An der Londoner Börse sind die jüngsten britischen Konjunkturdaten von der Börse positiv aufgenommen wurden. Der FTSE-100-Index lag bei ruhigem Handel um 0,5 % höher auf 6511 Punkten. Die am Dienstag bekanntgegebenen Durchschnittslöhne in Großbritannien waren im Juli auf den tiefsten Stand seit drei Jahren gefallen. "Die Inflation ist unter Kontrolle, ich denke die Leitzinsen werden nächsten Monat nicht erhöht", sagte ein Händler. Im Bankensektor gewannen HSBC-Aktien rund ein Prozent auf 948 Pence dazu, Titel von Royal Bank of Scotland stiegen um 1,3 %. Ebenfalls höher lagen Telekommunikationstitel. Vodafone-Aktien verbesserten sich um rund 0,5 % auf 281 Pence.





Zürich- SMI-Index durchmischt

Die Schweizer Börse hat gegen Mittag schwach höher tendiert. Der SMI Index lag um 0,09 % höher auf 8256 Punkten. Händler sagten, sie rechneten aufgrund der schwachen Wall Street nicht mit grösseren Kursgewinnen. Finanzwerte notierten nahezu unverändert. Unter Druck standen Roche vor ihren für Donnerstag anstehenden Halbjahreszahlen. Die Aktien des Konzerns verloren 455 Franken auf 16045 sfr. Nestle-Titel gewannen 36 sfr dazu.





Paris - CAC-Index gut behauptet

Vorsichtiges Abwarten beherrschte den Handel am Pariser Aktienmarkt. In Erwartung der US-Daten stieg der CAC-Index für die 40 größten Unternehmen um 0,4 % auf 6666 Punkte. Sollten die US-Daten positiv ausfallen, könne es einen Rekordlauf geben, sagten Händler. Insgesamt herrsche Optimismus unter den Anlegern vor. Indexaufsteiger BNP Paribas und Danone notierten höher. Aktien des Chipherstellers STMicroelectronics verloren 0,7 % auf 66,15 Euro. France Telecom, die zusammen mit Mobilcom für eine deutsche UMTS-Lizenz bieten, verloren 0,14 % auf 139,2 Euro.





Mailand - Von San Paolo beflügelt

Beflügelt von der Aufnahme in das europäische Kursbarometer Euro Stoxx 50 zogen die Titel von San Paolo IMI den italienischen Mib30-Index in Mailand nach oben. Der Index stieg um 0,4 % auf 47718 Punkte. San Paolo-Aktien kletterten um rund zwei Prozent, genau wie Finmeccanica-Titel.





Madrid - Telefonica klettern nach Spekulationen

An der Börse in Madrid gingen die Kurse nach oben. Der Ibex-Index verbesserte sich um 0,7 % auf 11291 Punkte. Telefonica-Aktien kletterten um rund ein Prozent, nachdem vom Unternehmen bislang unbestätigte Spekulationen über eine geplante Übernahme der finnischen Sonera anhielten. Die Mehrheit der Anleger glaube, dass Telefonica nicht ohne Partner überleben könne, sagten Händler. Internet-Tochter Terra Networks gewannen rund vier Prozent.



Amsterdam - AEX-Index orientierungslos

Im Amsterdamer Aktienmarkt ist der AEX-Index bis gegen Mittag um 0,1 % auf 686 Punkte gesunken. In einem orientierungslosen Handel warte alles auf die US-Daten, sagten Händler. KPN-Titel gaben rund drei Prozent nach. Indexabsteiger Unilever verbesserten ihren Aktienkurs um 1,4 %. Bei den Finanzwerten lagen ABN AMRO vor Bekanntgabe ihrer Halbjahreszahlen um rund 0,2 % höher.





Wien- ATX-Index leichter

An der Wiener Börse ist der ATX-Index um 0,4 % auf 1166 Punkte gefallen. Der weitere Verlauf werde seitwärts erwartet, sagten Händler. Aktien von Bank Austria blieben mit 61,80 (61,70) Euro nahezu unverändert. Auf der Verliererseite standen VA Stahl mit einem Minus von um die zwei Prozent.





Brüssel- Finanztitel im Mittelpunkt

In Brüssel haben Händlern zufolge Investoren bei Finanztiteln zugegriffen, die daraufhin leicht anzogen. Zu den beliebtesten Tagestiteln zählten Fortis und Dexia, die beide um die 0,5 % zulegten. Der Bel20-Index drehte trotzdem gegen Mittag leicht ins Minus, und verlor 0,02 % auf 3184 Punkten. Gefragt waren auch Electrabel, die nach einem Kurssturz von zehn Prozent am Dienstag heute knapp behauptet tendierten.





Stockholm - OMX-Index ohne Richtung

An der Stockholmer Börse haben die Aktienkurse bei dünnem Handel zur Eröffnung nachgegeben, und notierten dann uneinheitlich. Der OMX-Index lag gegen Mittag um 0,08 % tiefer auf 1279 Punkten. Indexschwergewicht Ericsson notierten bei hohen Umsätzen ebenfalls uneinheitlich. Nach schwächerer Eröffnung lagen die Aktien des Telekommunikationsgiganten um rund eine Krone höher bei 176 skr. Rivale Nokia gab um drei Kronen auf 368 skr nach. Telia-Aktien fielen um vier Kronen.

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