Zwischenbericht
Dax dreht wegen schwacher T-Aktie ins Minus

Das Geschäft verlaufe trotzdem sehr ruhig, so die Händler.

Reuters FRANKFURT. Belastet von der Schwäche beim Indexschwergewicht Deutsche Telekom ist der deutsche Aktienmarkt im Handelsverlauf am Dienstag ins Minus gerutscht. Gegen 13.05 Uhr notierte der Deutsche Aktienindex 0,4 % niedriger auf 7302 Punkten. Händler erklärten die Abwärtstendenz mit dem Kursverfall bei der Deutschen Telekom und dem rückläufigen Dax-Future. Hohe Preise für die UMTS-Mobilfunklizenzen und mögliche Abgaben aus Übersee drückten nach Einschätzung von Börsianern wiederum die Dividendenpapiere der Deutschen Telekom. Der Dax-Future verringerte sich um 20 Punkte auf 7328 Zähler.

Händler sagten, dass das Geschäft trotz der Schwächephase bei der Deutschen Telekom insgesamt sehr ruhig verlaufe. Viele Börsianer hielten sich mit ihren Engagements zurück, hieß es. Nach rund vier Handelsstunden waren rund 11,6 Mill. Dax-Werte auf Xetra umgesetzt, was Börsianer als "mäßig" bezeichneten. Von 30 Top-Werten zeigten sich 16 mit Abschlägen und vier mit Aufschlägen.

Marktschwergewicht Deutsche Telekom musste nach einem zunächst freundlichen Auftakt 2,2 % auf 48,52 Euro Federn lassen. Ein Händler sagte, dass die Preise für die UMTS-Lizenzen "astronomische Höhen" erreicht hätten. Am Markt mache sich nun doch langsam die Angst breit, dass sich die Telekomunternehmen mit ihren Geboten übernehmen könnten. Ein Börsianer sagte, dass auch Abgaben aus Übersee möglicherweise die Aktie drückten. Die Gebote bei der deutschen Auktion der UMTS-Mobilfunklizenzen überschritten am Dienstag die obere Grenze der Erwartungen der meisten Analysten. Ungeachtet des am zwölften Versteigerungstages verlangsamten Auktionstempos wurden bis Dienstagmittag für die vier bis sechs Lizenzen mehr als 81 Mrd. DM geboten.

Mit einem Abschlag von 1,1 % notierten die Aktien des Spezialchemie-Konzerns Degussa-Hüls . Das Unternehmen hatte vor Börsenbeginn seine Halbjahreszahlen vorgelegt. Händler sagten allerdings, dass die Ergebnisse etwa im Rahmen der Erwartungen gelegen hätten. Henkel zogen dagegen um gut zwei Prozent auf 68,98 Euro an. Zwischenzeitlich hatte der Wert sogar ein neues Jahreshoch bei 70,0 Euro markiert. Die Investmentbank Morgan Stanley Dean Witter hatte zuvor das Kursziel für die Vorzugsaktie des Düsseldorfer Konsumchemie- und Waschmittelkonzerns auf 77 Euro von zuvor 70 Euro erhöht.

Metro setzten ihren Abwärtstrend mit einem Minus von 3,5 % fort. Bereits am Vortag hatte das Papier 3,3 % Federn lassen müssen. Händler führten dies auf die geplante Neuordnung der europäischen Aktienindizes Stoxx50 und Euro Stoxx50 zurück. Möglicherweise werde Metro aus dem Euro Stoxx 50 heraus genommen, hieß es. Dies könne zu Aktienverkäufen von Fonds führen, die mit ihren Portfolios die Indizes nachbilden.

Preussag, die am Vortag eine wichtige charttechnische Widerstandsmarke überwunden hatten, setzten ihren Aufwärtstrend mit plus 1,5 % fort.

Die Nebenwerte zeigten sich weiter knapp behauptet. Der MDax ermäßigte sich um moderate 0,03 % auf 4835 Punkte.

Am Neuen Markt ging es dagegen bergauf. Der Nemax-All-Share-Index gewann 1,2 % auf 5155 Punkte.



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