Zwischenbericht
Euro behauptet sich auf Vormittagsniveau

Der Kurs der Währung wurde nicht von den am Morgen veröffentlichten deutschen Einzelhandelsumsätzen beeinflusst.

Reuters FRANKFURT. Der Euro hat sich am Montag bis gegen Mittag im europäischen Handel angesichts mangelnder Anregungen auf seinem am Vormittag erreichten Niveau bei Kursen um 0,9020 $ behauptet. Händler sprachen von einem ruhigem Geschäft, wobei keine nennenswerten neuen Konjunkturnachrichten zu erwarten seien. Die Grundstimmung für den Euro sei weiterhin schlecht, $ und Yen würden als Anlagewährungen bevorzugt, hieß es. Die am Morgen veröffentlichten deutschen Einzelhandelsumsätze beeinflussten den Kurs der Währung kaum. Gegen 14.00 Uhr MESZ notierte der Euro mit Kursen um 0,9012/17 $, nach 0,9029/33 $ am Freitagabend in New York.

Im Referenzkursverfahren öffentlicher Banken wurde der Euro mit 0,9026 nach 0,9126 $ am Freitag, entsprechend 2,1669 (2,1431) DM für den $ ermittelt. Zur japanischen Währung notierte der Euro im Referenzkursverfahren mit 98,51 (99,12) Yen. Gegen 14.00 Uhr MESZ notierte die US-Devise mit Kursen um 109,10/20 Yen, nach 108,58/66 Yen am Freitag im New Yorker Späthandel. Nach der Zinserhöhung der Bank von Japan am Freitag sei an den Märkten wieder Ruhe eingekehrt, hieß es. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte jedoch in seinem Jahresbericht darauf hingewiesen, dass sich die japanische Wirtschaft noch immer in einem fragilen Zustand befinde. Der IWF warnte vor einer Rezession, die durch verfrühte Zinserhöhungen ausgelöst werden könne.

Händler hatten bereits nach dem Kursanstieg in der vergangenen Woche vorausgesagt, dass die Aufwärtsbewegung des Euro nicht von langer Dauer sein werde. Dies habe sich nun bestätigt. "Die Basis für den Euro ist weiterhin nicht stabil und die schnellen, deutlichen Verluste in den USA und Japan unterminieren sie weiter", sagte ein Händler in Frankfurt. Es gebe kein Vertrauen in die Währung.

Die Entwicklung der Einzelhandelsumsätze im Juni in Deutschland hatte Händlern zufolge kaum spürbaren Einfluss auf die Kursentwicklung. Das Statistische Bundesamt hatte am Morgen mitgeteilt, nominal sei im Juni 0,3 % und real 1,3 % weniger umgesetzt worden. Im Vergleich zum Mai gingen die Umsätze kalender- und saisonbereinigt nominal um 1,0 % und real um 1,3 % zurück. Nach vorläufigen Ergebnissen habe der Einzelhandel im ersten Halbjahr des Jahres 2000 nominal aber 3,4 % und real 2,5 % mehr umgesetzt als im ersten Halbjahr 1999. Dies sei der größte Halbjahreszuwachs der vergangenen fünf Jahre.

Gold notierte am Montag in London fester. Beim Vormittagsfixing wurde für die Feinunze ein Preis von 275,45 nach 272,70 $ am Freitagnachmittag ermittelt.

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