Zwischenbericht
Euro in Europa fester

Gestiegene Großhandelspreise könnten den Euro beflügeln.

Reuters FRANKFURT. Der Euro hat sich am Dienstag bis gegen Mittag im europäischen Handel stetig fester gezeigt. Gegen 13.15 Uhr MEZ notierte die europäische Gemeinschaftswährung bei 0,9126/33 $, nachdem sie am Montag bei 0,9049/53 $ aus dem New Yorker Handel gegangen war. Zum Yen festigte sich die europäische Gemeinschaftswährung auf Kurse um 99,83/86 Yen nach 99,08 Yen am Vorabend. Wie bereits am Morgen machten Devisenhändler einen technisch geprägten Handel für die Kursgewinne verantwortlich. "Es gibt keine erkennbaren fundamentalen Gründe", sagte ein Händler. Lediglich die stark ausgefallenen deutschen Großhandelspreise am Morgen könnten den Euro getrieben haben, hieß es.Der Trend könne sich allerdings umkehren, wenn die Daten zur US-Industrieproduktion am Nachmittag stark ausfielen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Großhandelspreise im Juli um 5,8 % im Vergleich zum Vorjahre. Dies sei der stärkste Zuwachs seit Mai 1989, teilte das Amt mit. Dies könne ein Zinssignal liefern, das den Euro möglicherweise beflügelt hätte, hieß es.

Gegen 15.15 Uhr MESZ werden in den USA Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung für Juli veröffentlicht. Von Reuters befragte Volkswirte gehen im Durchschnitt von einer Steigerung der Industrieproduktion um 0,4 %, nach einem Anstieg um 0,2 % im Juni aus. Bei der Kapazitätsauslastung wird ein Anstieg auf 82,2 % von zuvor 82,1 % erwartet. "Sollten die Daten stärker ausfallen, könnte dies als Signal gedeutet werden, dass die Produktivität bei niedriger Inflation weiterhin hoch ist", sagte ein Frankfurter Händler.

"Dann könnte die Rally des Euro schnell zu Ende gehen und er würde wieder in Richtung 90 Cents zurückfallen" prognostizierte der Händler. Überhaupt sei das Durchbrechen der charttechnisch wichtigen Marke von 0,9045 $ keineswegs in Sicht. Sollte sich dies aber nicht einstellen sei ebenfalls ein Zurückgleiten zur 90-Cents-Marke denkbar, hieß es.

Im Referenzkursverfahren öffentlicher Banken wurde der Euro mit 0,9128 nach 0,9026 $ am Montag - entsprechend 2,1427 (2,1669) DM für den $ - ermittelt. Zur japanischen Währung notierte der Euro im Referenzkursverfahren mit 99,75 (98,51) Yen.

Gold notierte am Dienstag in London leichter. Beim Vormittagsfixing wurde für die Feinunze ein Preis von 274,70 nach 275,45 $ am Montagnachmittag ermittelt.

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