Zwischenbericht
Euro-Renten im Gefolge des Euro schwächer

Europäische Zinsfuture tendierten am Montagvormittag ins Minus.

Reuters FRANKFURT. Wegen des etwas schwächeren Euro sind die europäischen Zinsfutures in einem umsatzschwachen Handel am Montagvormittag ins Minus tendiert. "Die Kurse gehen mit dem schwächeren Euro tiefer", sagte ein Frankfurter Bondhändler. Belastend wirke sich auch die Unsicherheit über die in dieser Woche erwarteten Inflationsdaten aus den deutschen Bundesländern und die gesamtdeutschen Verbraucherpreise aus. Kursdrückend wirkten in diesem Zusammenhang auch die hohen Ölpreise, die einen anhaltenden Inflationsdruck erwarten ließen. Insgesamt erwarten die Experten jedoch einen eher ruhigen Handelstag vor dem Ifo-Geschäftsklimaindex und der US-Zinsentscheidung am Dienstag.

"Der Markt wartet jetzt erst einmal die Zinsentscheidung der Fed am Dienstag ab. Wir werden heute hauptsächlich auf den Euro schauen", sagte ein Händler. Für die US-Zinsentscheidung am Dienstag erwartet die überwiegende Mehrheit der befragten Händler, dass die Fed die Leitzinsen auf ihrem geldpolitischen Treffen am Dienstag unverändert bei 6,50 % lassen wird. "Das wird die Renten-Futures wohl weniger direkt als indirekt über den Wechselkurs beeinflussen, wenn er reagiert", hieß es aus einer Bank.

Gegen 10.45 Uhr MESZ notierte der Euro-Bund-Future 20 Ticks im Minus bei 105,33 Punkten. Händler erwarten im Tagesverlauf ein weitere Nachgeben des Kurses, jedoch nicht unter die Marke von 105 Punkten. Sein Kontrakthoch habe der Bund-Future mit 105,61 Punkten für heute wohl schon gesehen, hieß es weiter. Angesichts mangelnder Daten und damit auch fehlender Impulse aus den USA und der Euro-Zone würden sich die Renten weiter am Devisenmarkt orientieren. Der Euro notierte am Vormittag mit 0,9041/43 $ etwas leichter als am Freitagabend in New York mit 0,9061/66 $. Devisenhändler sagten, die Kapitalströme flössen nach wie vor in stärkerem Maße in die USA als in die Euro-Zone.

In einem Kommentar von BNP Paribas hieß es, auf Grund der anhaltenden Spekulationen auf steigende Zinsen in der Euro-Zone werde sich die Renditekurve 10-jähriger und zweijähriger Anleihen weiter verflachen. Beim Zinstender der EZB am Dienstag sei mit einem Anziehen des Hauptrefinanzierungssatzes zu rechnen. Die Renditen am kurzen Ende würden weiter unter Druck bleiben, während die Renditen am lange Ende durch die guten Angebotsaussichten nach der UMTS-Versteigerung weiter gestützt würden.

Die zehnjährige Bundesanleihe notierte mit 100,06 % nach 100,34 % zu Handelsschluss am Freitag. Ihre Rendite stieg damit auf 5,227 %. Der Bobl-Future lag zuletzt 18 Ticks im Minus bei 102,63 Punkten. Der Schatz-Future gab neun Ticks auf 101,13 Punkte nach.



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