Zwischenbericht
Euro-Renten in schwachem Handel etwas freundlicher

Reuters FRANKFURT. Ein Bankenfeiertag in London sowie das Warten auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag hat die Umsätze am Euro-Rentenmarkt am Montag auf niedrigem Niveau gehalten. Die richtungweisenden Zinsfutures tendierten in engen Spannen etwas über ihren Vortageschlüssen. Gegen 10.50 Uhr MESZ notierte der Euro-Bund-Future mit plus acht Ticks bei 105,29 Punkten. Sein vorläufiges Tageshoch hatte bei 105,33 Punkten gelegen, sein Tief bei 105,13 Punkten. Bis zu diesem zeitpunkt waren erst rund 42 000 Kontrakte genandelt worden. "An normalen Tagen haben wir um diese Zeit 100 000 bis 200 000 gehandelte Bund-Future-Kontrakte", sagte ein Frankfurter Händler.

Ein Münchener Händler machte außer der Zinssitzung der EZB am Donnerstag keine marktbewegenden Daten in dieser Woche aus. "Das Wichtigste ist jetzt die Sitzung", sagte der Händler. Hier scheinen die Erwartungen großteils in Richtung eines "kleinen" Zinsschritts zu gehen - also eine Erhöhung um 25 Basispunkte. Eine Zinsanhebung um 50 Basispunkte hielten die meisten der Angesprochenen für unwahrscheinlich. Auch die M3-Zahlen, die die EZB am Montag veröffentlichte, würden in diese richtung weisen, hieß es.

Der Einfluss der M3-Daten auf die Renten war entsprechend gering. Das Geldmengenwachstum in der Euro-Zone hat sich im Juli weiter leicht verlangsamt. Die Geldmenge M3 sei mit einer Jahresrate von 5,3 nach revidiert 5,4 % im Juni gewachsen, teilte die EZB am Montag in Frankfurt mit. Im gleitenden Dreimonatsschnitt Mai/Juli sei die Geldmenge gegenüber der Vorperiode mit einer Jahresrate von nur noch 5,5 % nach 6,0 % gewachsen. Volkswiret gehen davon aus, dass die Zahlen keinen Einfluss auf die Zinsentscheidung der EZb haben werden, da diese derzeit vor allen auf die Inflationsentwicklung achte.

Der Bobl-Future stieg bis 10.50 Uhr MESZ um fünf Ticks um auf 102,74 Punkte. Von diesem Kontrakt waren bis dahin 14 641 umgesetzt worden. Der Schatz-Future stieg um zwei Ticks auf 101,22 Punkte. Die zehnjährige Bundesanleihe Juli 2010 notierte bei 100,09 % nach 100,00 % bei Handelsschluss am Freitag. Sie rentierte auf diesem Niveau mit 5,235 %. Vom Euro der sich während des Morgens stabil bei Kursen um 0.9030 $ zeigte, erhielt der Rentenmarkt ebenfalls keine Impulse.

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