Zwischenbericht
Euro-Renten rutschen mit schwachem Euro ins Minus

Reuters FRANKFURT. Am europäischen Rentenmarkt sind die Kurse am Donnerstagmorgen nach einer freundlichen Eröffnung wegen des erneut nachgebenden Euro deutlich ins Minus gerutscht. Die Gemeinschaftswährung hatte sich im Handel in Fernost von den Kursrückgängen am Mittwoch leicht erholen können, fiel dann jedoch auf ein neues Zehn-Wochen-Tief von 0,9095 $. Der richtungweisende Euro-Bund-Future gab bis zu 20 Ticks auf 105,46 Punkte ab. Wenn sich der Euro wieder fangen sollte, dürften die Renten Händlern zufolge jedoch über den Tag wieder steigende Kurse sehen und der Bund-Future zumindest einen Anlauf auf 106 Punkte versuchen.

Die zehnjährige Bundesanleihe Juli 2010 notierte zuletzt mit 100,37 % bei einer Rendite von 5,195 % gegenüber dem Vortagesschluss von 100,51 %. Der Bobl-Future lag nach minus 13 Stellen bei 103,09 Punkten. Der Schatz-Future ermäßigte sich um vier Zähler auf 101,39 Punkte.

Händler führten den weiteren Rückgang des Euro auf die anhaltenden Spekulationen über eine Zinserhöhung in den USA, die die US-Notenbank womöglich schon am 22. August beschließen könnte. Die Zinsdifferenz zur Euro-Zone würde sich dadurch ausweiten und die Attraktivität des $ als Anlagewährung steigern.

Rentenmarkt blickt auf Zinsentscheidung der EZB

Der Rentenmarkt achtet auf die am Mittag anstehenden Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank (13.45 Uhr MESZ) und der Bank von England (13.00 Uhr MESZ). Von beiden Notenbanken wird jedoch keine Zinsänderung erwartet, so dass sie keinen Einfluss auf den Markt haben dürfte. Die HypoVereinsbank hält es unterdessen für möglich, dass unveränderte Zinsen in der Euro-Zone - obwohl einhellig an den Märkten erwartet - die schlechte Stimmung für den Euro verstärken und die Renten mit unter Druck setzen könnten.

In Großbritannien waren in den vergangenen Tagen allerdings einige Analysten unsicher geworden, ob die Notenbank nicht doch die Zinsen erhöhen könnte. Ein überraschender Schritt der Notenbank nach Einschätzung von Händlern dem Pfund Auftrieb verschaffen, was dem Euro schaden könnte.

In der Euro-Zone und den USA werden zwar einige Wirtschaftsdaten veröffentlicht, die den Markt allerdings nicht sonderlich interessieren. So gibt Eurostat um 12.00 Uhr die Indikatoren zum Verbraucher- und Geschäftsvertrauen in der Euro-Zone für Juli bekannt. Um 16.00 Uhr werden die US-Industrieaufträge für Juni veröffentlicht.

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