Zwischenbericht
Verkaufswelle drückt auf Euro-Kurs

Der Euro gab gegenüber dem Yen stark nach.

Reuters FRANKFURT. Der Euro hat am Mittwoch bis zum frühen Nachmittag vor dem Hintergrund einer Verkaufswelle überraschend stark nachgegeben. Ein großvolumiger Verkauf von Euro gegen Yen am Morgen, den Marktgerüchten zufolge ein US-Investmenthaus getätigt haben soll, habe Stop-Loss-Verkäufe ausgelöst, sagten deutsche Devisenhändler. Gegen 13.30 Uhr MESZ notierte der Euro bei 0,9067/72 $ nach 0,9125/29 $ zum New Yorker Vortagesschluss. Das Tageshoch lag am Mittwochmittag bei 0,9177 $. Besonders zum Yen gab die europäische Gemeinschaftswährung stark nach. Sie notierte am Mittag bei 98.58/65 Yen, nach 99,54 Yen am Vorabend und einem Tageshoch von 100,18 Yen.

Im Referenzkursverfahren öffentlicher Banken wurde der Euro mit 0,9073 nach 0,9128 $ am Dienstag - entsprechend 2,1557 (2,1427) DM für den $ - ermittelt. Zur japanischen Währung notierte der Euro im Referenzkursverfahren mit 98,48 (99,75) Yen.

Zahlreiche Marktteilnehmer hätten sich in Erwartung eines erhöhten Eurobedarfs im Rahmen der UMTS-Auktion für Mobilfunklizenzen mit der Devise eingedeckt, hieß es. "Die Bieterunternehmen, die nicht aus der Euro-Zone kommen, müssen möglicherweise größere Mengen an Euro kaufen", sagte ein Frankfurter Händler am Mittag. Dazu gehörten E-Plus Hutchison, Viag Interkom sowie D2-Mannesmann. Im Markt sei die Rede von einem Bedarf im Volumen von 15 Mrd. Euro, hatte es geheißen. Die Euro-Positionen, die die Marktteilnehmer zu diesem Zweck eingegangen waren, seien mit Stopp-Loss-Positionen abgesichert gewesen. Durch den größeren Euro-Yen-Handel hätten sich die ersten Kursverluste eingestellt und die Verkaufswelle sei losgetreten worden.

Von der Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise für Juli um 14.30 Uhr MESZ werden am Devisenmarkt Händlern zufolge keine neuen Impulse erwartet. Von Reuters befragte Volkswirte rechnen mit einem Preisanstieg um 0,1 % nach 0,6 % im Juni. In der Kernrate ohne Energiepreise und Nahrungsmittel wird ein Preisanstieg von plus 0,2 % erwartet.

Gold notierte am Mittwoch in London fester. Beim Vormittagsfixing wurde für die Feinunze ein Preis von 275,50 nach 274,15 $ am Dienstagnachmittag ermittelt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%