Zwischenbericht vorgelegt
Gericht verlängert Frist für Grundig-Insolvenz

Die Entscheidung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens des Elektro-Konzerns Grundig wird frühestens Anfang Juli fallen. Das Amtsgericht Nürnberg hat am Montag die Frist für ein Gutachten über die finanzielle Situation des überschuldeten Traditionsunternehmens bis zum 30. Juni verlängert.

HB/dpa NÜRNBERG. Justizsprecher Bernhard Wankel sprach von einem planmäßigen Verlauf des vorläufigen Insolvenzverfahrens. Den Angaben zu Folge ist die Zahlung der Löhne und Gehälter für die rund 1300 Beschäftigten in Deutschland bis Ende Juni mit dem Konkursausfallgeld gesichert.

Nach dem Scheitern von Übernahmeverhandlungen mit dem taiwanesischen Elektronikkonzern Sampo und dem türkischen Beko - Konzern hatte die Grundig AG (Nürnberg) am 14. April einen vorläufigen Insolvenzantrag gestellt. Grundig erwartet für das vergangene Jahr bei einem Umsatz von 1,2 Milliarden Euro einen Verlust von 75 Millionen Euro.

Am vergangenen Freitag legte Insolvenzverwalter Siegfried Beck dem Gericht einen Zwischenbericht über die Verschuldung vor. Die Informationen über den Stand und den geplanten Fortgang des Verfahrens wurden nicht veröffentlicht. Das Amtsgericht Nürnberg wird nach Eingang des Gutachtens eine endgültige Entscheidung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens treffen.

Erst dann wird nach Angaben der Justiz klar, ob Grundig mit seinem neuen Vorstandssprecher Eberhard Braun eine Insolvenz in Eigenregie durchführen kann. Interessenten für eine Übernahme von Grundig erwarten von dem Insolvenzverfahren eine Entlastung von rund 200 Millionen Euro Pensionsverpflichtungen.

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