Zwischenbericht
Wachsende Unsicherheit vor Zinsentscheidung

Die europäischen Börsen tendieren vor Zinsentscheidung überwiegend leichter.

Reuters FRANKFURT Die europäischen Börsen haben am Montagvormittag bei wachsender Unsicherheit vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Dienstag überwiegend leichter tendiert. Es werde zwar allgemein damit gerechnet, dass die US-Notenbank die Zinsen nicht erhöhen werde, sagten Händler. Die Anleger hielten sich dennoch zurück. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz fiel bis zum Mittag um 0,2 % auf 4968 Zähler. Der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) gab 0,5 % auf 5155 Punkte nach.





London - Pharma- und Medienwerte unter Druck

An der Londoner Börse fiel der FTSE-100-Index bis Mittag um 0,5 % auf 6511 Punkte. Unter Druck standen Händlern zufolge Pharma- und Medienwerte. Händler konnten allerdings dafür keine besonderen Gründe nennen. AstraZeneca fielen um 1,8 %, SmithKline Beecham um ein Prozent und Glaxo Wellcome um 0,7 %. Bei den Medienwerten verbilligten sich Pearson um knapp vier Prozent, während Reuters um 2,3 % nachgaben. Boots konnten entgegen des Trends 4,7 % nach Presseberichten über einen bevorstehenden Großauftrag zulegen.





Zürich - Knapp behauptet

Die Schweizer Börse tendierte knapp behauptet. Händler sagten, Die Aussichten seien positiv, doch wolle vor dem Zinsentscheid niemand Positionen eingehen. Wenn die Entscheidung einmal gefällt sei, dürfte wegen des US-Wahlkampfes dieses Thema für einige Zeit vom Tisch sein. Der SMI Index notierte gegen Mittag um 0,03 % niedriger bei 8248 Punkten. Das von Novartis vorgelegte Halbjahresergebnis liege leicht über den Erwartungen, sagten Händler. Die Aktie reagierten denn auch zuerst mit einem Anstieg bis auf 2656 sfr. Dann hätten wieder Gewinnmitnahmen eingesetzt, die den Titel um zwei sfr auf 2633 nachgegeben ließen. Im laufenden Jahr erwartet Novartis mehr Gewinn und eine gehaltene Marge im Pharmabereich.





Paris - France Telecom belastet

In Paris präsentierte sich die Börse leichter. Der CAC-Index für die 40 größten Unternehmen fiel um 0,78 % auf 6542 Punkte. Die Aktien von France Telecom, die als Folge der hohen Gebote bei der deutschen UMTS-Auktion am Freitag um sechs Prozent nachgegeben hatten, fielen um wetere 1,3 %. Zu den weniger Gewinnern gehörten dagegen Michelin , die Händlern zufolge von den Problemen des japanischen Konkurrenten Bridgestone profitierten. Michelin stiegen um 2,73 %.





Mailand - Bei dünnem Handel leichter

In Mailand fiel der MIB30-Index bis Mittag um 0,30 % auf 46 882 Zähler. Die Aktivität sei mit Blick auf die bevorstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank klein gewesen, sagten Händler. Außerdem warteten die Marktteilnehmer auf die italienischen Inflationszahlen, die am Montag und Dienstag veröffentlicht würden. Schwächer zeigten sich vor allem Bankenwerte. BNL fielen um 1,13 %, Bipop um 1,21 %.



Madrid - Ibex-Index gut erholt

An der Börse in Madrid lag der Ibex-Index gegen Mittag um 0,15 % höher 11 082 Punkten, nachdem er zuvor bis auf 10 980 Punkte gesunken war. Der Index folge dabei einer ähnlichen Bewegung bei Telefonica, die nach einem Rückgang um 1,3 % gegen Mittag um 0,30 % im Plus notierten. Das Unternehmen hatte zur Überraschung vieler Marktteilnehmer bis zum Ende der deutschen UMTS-Mobilfunklizenz mitgeboten und eine der Lizenzen zusammen mit der finnischen Sonera für rund 15 Mrd. DM erworben.



Amsterdam - KPN unter Druck

An der Amsterdamer Börse fiel der AEX-Index bis Mittag um 0,2 % auf 692 Punkte. Deutliche Abschläge mussten die Titel des Telekommunikationskonzern KPN hinnehmen. Die Aktien gaben um sechs Prozent nach, nachdem Hutchinson ihre Partnerschaft für die deutsche Mobilfuklizenz gekündigt hatte.





Wien- ATX-Index kaum verändert

Am Wiener Aktienmarkt haben sich die Kurse am Vormittag in engen Grenzen bewegt. Der ATX-Index lag gegen Mittag um 0,01 % niedriger auf 1177,52 Punkten. Etwas Nachfrage in Flughafen Wien und Austria Tabak sowie Böhler prägten Händlern zufolge das Geschehen. Bank Austria legten auf 60,50 (60,30) Euro zu. Bei Bank Austria herrsche nach wie vor ein Rest von Unklarheit. "Die Märkte glauben eigentlich daran, dass der Deal mit der Hypo durchgeht", sagte ein Börsianer.





Brüssel - BEL20-Index im Plus

In Brüssel lag der Bel20-Index gegen Mittag um 0,25 % höher auf 3161 Zählern. Am Vormittag war der Index bis auf 3148 Punkte gefallen. Es herrsche am Markt eine abwartende Haltung, sagten Händler. Agfa Gevaert fielen um 1,60 %. Allerdings sei acuh dieser Kursrückgang auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen, hieß es.





Stockholm - Telekom - und Pharmawert im Minus

Die Stockholmer Börse hat sich bis Mittag von der anfänglichen Schwächeneigung erholt. Der OMX-Index notierte um 0,25 % höher auf 1314 Punkten. Schwächer zeigten sich allerdings, wie an den meisten anderen Märkten, die Telekom - und Pharmawerte. Indexschwergewicht Ericsson fiel um eine skr. Pharmacia fielen um sieben skr.

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