Zwischenbilanz zur Nahostreise des US-Außenministers
US-Außenminister Powell setzt neue Akzente

Das zentrale Interesse Washingtons im Nahen Osten ist nicht mehr der israelisch-palästinensische Konflikt, sondern der Aufbau einer neuen Allianz gegen den Irak.

dpa BERN. Die Schweizer Zeitung "Der Bund" (Bern) schreibt am Montag zur Bilanz der ersten Nahost-Reise des neuen amerikanischen Außenministers Colin Powell:

Was für den engagierten Israel-Freund Bill Clinton galt, ist unter der neuen republikanischen Regierung unter George W. Bush möglicherweise überholt. Das war bereits vor Powells Reise in den Nahen Osten bekannt. Nach den Gesprächen des US-Außenministers vom Wochenende in Jerusalem und Ramallah sind nun aber die letzten Zweifel ausgeräumt: Das zentrale Interesse Washingtons in der Region ist nicht mehr der israelisch-palästinensische Konflikt, sondern der Aufbau einer neuen Allianz gegen Iraks Diktator Saddam Hussein.

Bei seinen Pressekonferenzen mit dem gewählten Ministerpräsidenten Ariel Sharon in Jerusalem und mit Palästinenserpräsident Jassir Arafat in Ramallah brauchte Powell das Wort "Oslo", das Synonym für den bisherigen israelisch-palästinensischen Friedensprozess, kein einziges Mal - sehr zur Freude Sharons und zur bitteren Enttäuschung Arafats.
Der Palästinenser blieb allein mit seiner Forderung nach weiteren Verhandlungen auf der Basis bereits getroffener Abmachungen und der längst fälligen Umsetzung aller im Osloer Rahmen unterzeichneten Teilabkommen.

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