Zwischenfall in Afghanistan
Explosion: Vier US-Soldaten getötet

Bei einer Explosion in der Nähe der afghanischen Stadt Kandahar sind am Montag mindestens vier US- Soldaten ums Leben gekommen.

dpa WASHINGTON/ROM/KABUL. Wie der US-Sender CNN unter Berufung auf das Pentagon in Washington berichtete, wurden die Männer getötet, als sie versuchten, zurückgelassene Raketen der Taliban und der Terrororganisation El Kaida gezielt zur Explosion zu bringen. Es habe sich somit um einen Unfall gehandelt.

Wie es bei bei CNN weiter hieß, wurden mehrere Soldaten bei dem Unglück verletzt und einige noch vermisst. Die US-Soldaten sind in Afghanistan, um verstrengte El Kaida - und Taliban-Kämpfer aufzuspüren. Die mutmaßlichen Terroristen werden auf dem US- Marinestützpunkt Guantánamo (Kuba) gefangen gehalten.

Die Gefangenenhilfsorganisation Amnesty International (AI) warf unterdessen den USA vor, mit der Inhaftierung von 300 als Terroristen Verdächtigten auf Guantánamo die Menschenrechte zu verletzen. "Die USA müssen sicherstellen, dass ihre gesamten Handlungen hinsichtlich derer, die in Afghanistan und Guantánamo eingesperrt werden, mit internationalem Recht und internationalen Normen in Einklang stehen", heißt es in einer am Montag in London veröffentlichten Erklärung.

Der afghanische Ex-König Sahir Schah (87) wird am Mittwoch nach 29-jährigem Exil in Italien in seine Heimat zurückkehren. Dort wird er nach dem im Dezember in Bonn beschlossenen Afghanistan-Abkommen im Juni den großen Stammesrat, die Loja Dschirga, eröffnen. Diese soll dann über eine neue Übergangsregierung entscheiden.

Die Übergangsregierung in Afghanistan versuchte währenddessen, Kämpfe in der Provinz Wardak zu beenden. Regierungschef Hamid Karsai schickte eine Delegation in die Provinz südwestlich von Kabul, um zwischen zwei verfeindeten Milizenführern zu vermitteln, meldete die in Pakistan ansässige afghanische Nachrichtenagentur AIP am Montag.

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