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Zwischengewinnbesteuerung beginnt im Januar bei "null"

Die Wiedereinführung des Zwischengewinns bei Investmentfonds wird pragmatisch geregelt. Das ...

Die Wiedereinführung des Zwischengewinns bei Investmentfonds wird pragmatisch geregelt. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat in einem Schreiben an den BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. mitgeteilt, dass der Startwert für den Zwischengewinn am 1. 1. 2005 "null" beträgt. "Diese Regelung reduziert den ohnehin erheblichen Verwaltungsaufwand für die Fondsgesellschaften und führt zu Sicherheit für Anleger und Berater", sagt Rüdiger H. Päsler, Geschäftsführer des BVI.
Das BMF hat klargestellt, dass bei allen Publikumsfonds nur die ab In-Kraft-Treten des Gesetzes anfallenden Zinserträge ermittelt werden müssen. "In der Praxis bedeutet das, dass die in einem Fonds nach dem letzten Geschäftsjahresende bzw. Ausschüttungstermin im Jahr 2004 aufgelaufenen Zinsen nicht erfasst werden, sondern der Lauf erst am 1. 1. 2005 beginnt", so Päsler.
Die Zwischengewinnbesteuerung hat für den Anleger zur Folge, dass er bei Verkauf der Anteile die Zinserträge des Fonds nur zeitanteilig versteuern muss, nämlich für den Zeitraum, in dem er Anteile des Fonds gehalten hat. Zudem hat das BMF Spezialfonds von der Zwischengewinnbesteuerung ausgenommen, da betriebliche Anleger ohnehin sämtliche Kurszuwächse zu versteuern haben. Der BVI tritt dafür ein, dass auch Hedgefonds keine Zwischengewinne ermitteln müssen. Durch das Investmentmodernisierungsgesetz waren Hedgefonds Anfang 2004 unter der Prämisse eingeführt worden, dass die Zwischengewinnbesteuerung abgeschafft war. Der BVI fürchtet, dass ausländischen Hedgefonds der mit der Ermittlung der Zwischengewinne verbundene Aufwand zu groß ist. Dann könnten diese Fonds auch nicht in die Dach-Hedgefonds aufgenommen werden, in die deutsche Privatanleger anlegen können.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 16.12.2004

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