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Zwischenruf: Australien irritiert

Die erbarmungslose Haltung Australiens, das sich zur Olympiade als weltoffen und multikulturell präsentierte, ist unverständlich.

Nachdem Australien die Aufnahme der von dem norwegischen Frachtschiff Tampa geretteten 438 afghanischen Flüchtlinge aus Angst vor "einer Kettenreaktion" verweigerte, haben Neuseeland und Osttimor ihre Hilfe angeboten. Die neuseeländische Premierministerin Helen Clark ließ zwar noch offen, wieviele Flüchtlinge Neuseeland aufnehmen wird, ihr Land werde es aber nicht durch eine Zurückweisung "zur menschlichen Katastrophe" kommen lassen. Auch Osttimor erinnert sich seiner "tausende Flüchtlinge, die von anderen Staaten großzügig aufgenommen und versorgt" worden sind. Die erbarmungslose Haltung Australiens, das sich zur Olympiade als weltoffen und multikulturell präsentierte, ist unverständlich: In Europa - insbesondere Deutschland - suchen jährlich hunderttausende Flüchtlinge Schutz. Australien ist mit wesentlich weniger Asysbewerbern weit davon entfernt, "überschwemmt" zu werden.

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